Eierlegende Wollmilchsau

Am 5. Oktober ist Weltlehrertag

Sie begleiten euch oft länger und intensiver als viele eurer Verwandten und Freund_innen. Sie sind fast jeden Tag bei euch. Sie bringen euch bei, was ihr wissen müsst. Und trotzdem kehrt ihr ihnen am liebsten den Rücken zu und jubelt, wenn euch die Ferien von ihnen erlösen. Eltern erwarten von ihnen unendliches Verständnis, Geduld und pädagogische Zauberkräfte, während die Politik unermüdlichen Einsatz und flächendeckende Wunder bei ständigen Verschlechterungen der Arbeitssituation verlangt. Lehrer_innen sollen nicht nur fachlich immer auf dem neusten Stand sein, sondern auch noch als Pädagog_innen, Psycholog_innen, Streetworker, IT-Fachkräfte, Dompteure und Ersatzeltern funktionieren und dabei  locker, humorvoll, durchsetzungsstark und mit einer natürlichen Autorität gesegnet sein. Sie haben es echt nicht leicht! Grund genug, am 5. Oktober dem Weltlehrer_innentag, mal eine Lanze für sie zu brechen.

Der World Teachers' Day wird seit 1994 jährlich am 5. Oktober begangen. Im Jahr 1966 wurde an diesem Datum eine Charta zum Status von Lehrerinnen und Lehrern unterzeichnet mit der man sich zum ersten Mal international darauf geeinigt hatte, den Lehrerberuf gesellschaftlich zu verankern und die Politik zu verpflichten, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Lehrkräften zu fixieren. Der Ehrentag will vor allem die verantwortungsvolle Aufgabe von Lehrer_innen würdigen, die Wichtigkeit ihrer Arbeit für die Gesellschaft vor Augen führen und ihr Ansehen weltweit steigern. Das ist auch nötig, angesichts der Tatsache, dass es in vielen Ländern viel zu wenige Lehrer_innen gibt, um (künftigen) Kindern und Jugendlichen eine halbwegs vernünftige Schulausbildung zu ermöglichen. Auch in Deutschland gibt es immer wieder akuten Lehrer_innenmangel, dabei hält sich das Gerücht hartnäckig, dass es Lehrer_innen ja echt richtig gut haben mit den vielen Ferien. Seltsam, dass sich dann so wenige Studierte für diesen Beruf entscheiden.

Der diesjährige Weltlehrertag steht unter dem Motto „Lehren in Freiheit, Lehrkräfte stärken“.

Wenn ihr also einfach mal Danke sagen wollt für die täglichen Bemühungen eurer Lehrkräfte, dann ist der 5. Oktober ein perfekter Anlass. Wenn ihr aber genervt seid von euren Lehrer_innen und überhaupt keinen Grund seht, deren tägliche Arbeit auch nur eine Sekunde lang zu würdigen, dann versucht einfach mal selbst, euren Mitschüler_innen in der Freistunde eine Extralektion in einem Fach eurer Wahl angedeihen zu lassen. Vielleicht ist ja genau an euch ein_e begnadete_r (künftige_r) Lehrer_in verloren gegangen.
Viel Erfolg!

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 5. Oktober 2017
 
 
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