Die Lachformel: h = m * s

Was haben Gefahren mit Lachen zu tun?

Scherzfrage: Was ist gelb, schwimmt auf dem See und fängt mit Z an?
Antwort: Zwei Enten.

Hast du gelacht?! Dann hat dein Schutzmechanismus gewirkt. „Mein was!?!?“, fragst du dich jetzt? Dein Schutzmechanismus. Dein Gehirn hat erkannt, dass das Ganze keine wichtige Information ist und hat dich dafür mit einem Lachen belohnt. So schützt uns laut ForscherInnen Humor vor dem Glauben von falschen Fakten.

Was sich die Evolution gedacht hat
Laut der Theorie von Alastair Clarke, sind die Verhaltensweisen des Menschen von seinen kulturellen Informationen abhängig und deshalb ist deren Genauigkeit besonders wichtig. Fehlinformationen richtig einzuschätzen, entscheidet über Erfolg oder Niederlage. Der Mensch muss also so viele Informationen wie möglich sammeln, sich gleichzeitig aber vor Gefahren durch Fehlinformationen schützen. Humor dient als Schutzmechanismus des Gehirns gegen falsche Informationen. Um die Gefahren zu kompensieren, ermutigt uns der Humor, die Informationen genau zu überprüfen. Erkennen wir die Fehlinformation, werden wir dafür belohnt und fangen an zu lachen.

Die Formel
Die Lachformel h = m * s zeigt uns, aus welchem Grund und in welchem Grad wir auf eine lustige Situation reagieren. Die Lachformel setzt sich zusammen aus der Freude (h), dem Grad an offensichtlicher Fehlinformation (m) und dem Grad an Ernsthaftigkeit der Person bezogen auf die jeweilige Situation.

Wenn du also das nächste Mal einen Witz erzählst, überleg dir, wie falsch deine Information ist (Was ist gelb und fängt mit Z an – gibt’s nicht!) und wie ernst dein Gesprächspartner die Geschichte nimmt. Dann steht einem Lachanfall nicht’s mehr im Weg!

Autorin / Autor: Sabrina Moosmann - Stand: 18. März 2011