Die ersten zwei Wochen sind die produktivsten

Universität Umeå veröffentlichte Studie zur sportlichen Leistung während des Menstruationszyklus

Wenn ihr eure sportlichen Leistungen verbessern, eure Fitness steigern und vielleicht sogar mehr Muskelzuwachs haben wollt, solltet ihr die intensivsten Trainings in die erste Hälfte eures Menstruationszyklus verlegen (also auch während der Periode trainieren, denn das ist der Beginn des Zyklus), denn in diesem Zeitraum ist die Chance dafür um Vielfaches besser. Das ist das Ergebnis einer neuen sportwissenschaftlichen Studie der schwedischen Universität Umeå. Dort nahmen 59 Frauen an einem viermonatigen Bein-Kraft-Trainingsprogramm teil, für das sie in zwei Gruppen eingeteilt wurden und fünfmal pro Woche vorgeschriebene Übungen machten. Die erste Gruppe trainierte in den ersten zwei Wochen, die zweite Gruppe in den letzten beiden Wochen des Zyklus. Die Gruppe, die das Hochfrequenzbeinkrafttraining in der ersten Zyklushälfte absolviert hatte, zeigte demnach einen größeren Effekt als die Gruppe, die das gleiche Trainingsprogramm in die letzten beiden Wochen verlegt hatte. Die Ergebnisse waren außerdem unabhängig davon, ob die Frauen die Pille genommen hatten, oder nicht.

"Wie der Menstruationszyklus das Training beeinflussen kann, ist in der Regel ein unerforschtes Forschungsgebiet", sagte Studienautorin Lisbeth Wikström-Frisén. "Da die meiste sportbezogene Forschung sich auf männliche Teilnehmer bezieht, gibt es im Großen und Ganzen nicht viel wissenschaftliches Wissen darüber, wie Frauen ihr Training mithilfe des Hormonzyklus optimieren könnten."

Dabei könnte laut der Wissenschaftlerin am Zyklus orientiertes Training positive Auswirkungen haben und dazu beitragen, Risiken zu vermeiden, die übermäßiges Training der weiblichen Gesundheit zufügen kann. Außerdem sei es auch für den Leistungssport wichtig herauszufinden, wie Frauen am besten trainieren, um ihre sportliche Leistung zu steigern. Schließlich sei die Menstruation ein zentraler Bestandteil im Alltag von Frauen und damit auch ihres Trainings, so Lisbeth Wikström-Frisén.

Aber auch für Freizeitsportlerinnen ist die Studie ein Gewinn, denn sie zeigt, dass Training während der Menstruation nicht nur absolut unproblematisch ist, sondern der Körper es dauerhaft sogar mit mehr Fitness belohnt.

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Ja, ich habe meine Tage! So what?

Die Geschichte der Menstruation ist keinesfalls eine der "Missverständnisse", sondern eine der Tabuisierung eines komplett natürlichen Vorgangs. Zulasten von Frauen, die sich für etwas schämen sollen, für das es nichts zu schämen gibt. Die schwedische YouTuberin Clara Henry widmet sich diesem Thema ausgiebig und sehr lustig in ihrem neuen Buch "Ja, ich habe meine Tage! So what?".
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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 10. Oktober 2016