Diäten-Diät

Am 6. Mai ist Anti-Diät-Tag - er will Schönheitsideale kritisch hinterfragen und über den Unsinn von Diäten aufklären

Am 6. Mai ist Anti-Diät-Tag und dieser Tag ist nicht etwa ein Cheat-Day, an dem ausnahmsweise mal Sahnetorte gegessen werden "darf", er ist auch kein Tag, an dem ihr für einen Tag verdrängt, dass ihr noch immer nicht euer "Wunschgewicht" erreicht habt, sondern ein Tag, der euch eine strikte Diäten-Diät verordnet und als grundsätzliche Absage an Diäten, Schönheitsideale und Schlankheitsterror gilt. Er wurde Anfang der 90iger Jahre von der britischen Buchautorin und Feministin Mary Evans Young ins Leben gerufen, die selbst erfolgreich eine Magersucht besiegt hat.

Der Anti-Diät-Tag will die Vielfalt menschlicher Körper würdigen und Schönheitsnormen kritisch hinterfragen, aber auch über den Unsinn und auch die Gefahren von Diäten aufklären. Denn darin sind sich auch Wissenschaftler:innen einig: die meisten Diäten, vor allem solche, die im Internet oder auf Social Media beworben werden, wirken in der Regel nur kurzfristig (Grüße an den Jojo-Effekt) und können auch schädliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben - insbesondere wenn sie eine unrealistische schnelle Ziele versprechen ("In drei Wochen zur Bikini-Figur").
Apropos Bikini-Figur, der Anti-Diät-Tag lädt außerdem dazu ein, sich Gedanken darüber zu machen, wessen Wunsch eigentlich hinter dem Wunschgewicht steckt und wessen Träume der Traumfigur zugrunde liegen.

Die Idee des Anti-Diät-Tages ist unbedingt unterstützenswert, dennoch sollten nicht grundsätzlich alle Diäten über Bord geworfen werden. Denn gerade an einem solchen Tag hat sich beispielsweise eine Medien-Diät sehr bewährt. Einfach mal Pause machen von all den Ingwer-Smoothie schlürfenden Spiegelanbeter:innen auf Instagram, TikTok und Co. Diese Diät kann wahre Wunder bewirken, besonders für das Selbstbild! ;-)

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 6. Mai 2026