Der perfekte Tag

Forscher ermitteln einen Zeitplan, der glücklich macht

Wann hattest du zuletzt den perfekten Tag? Manchmal fällt man abends kaputt und glücklich ins Bett und denkt sich „so könnte jeder Tag aussehen“. Aber wie gestaltet man den perfekten Tag, wenn man nicht gerade im Lotto gewonnen hat oder im Urlaub am Strand liegt, sondern zu Hause der Alltag um sich schlägt? Deutsche WissenschaftlerInnen haben versucht dieses Glück in eine Formel zu bringen. Christian Kroll von der Jacobs Universität Bremen und seine KollegInnen haben berechnet, welche Aktivitäten Frauen für wie lange über den Tag verteilt ausüben müssten, um einen perfekten Tag zu erleben. An erster Stelle steht die romantische Zeit mit dem Partner. Im Schnitt würden sich Frauen 106 Minuten Zweisamkeit pro Tag wünschen, gefolgt vom Freunde treffen (82 Minuten), Relaxen (78 Minuten) und Essen (74 Minuten). Ein Tag scheint allerdings nicht perfekt, ohne dass man auch etwas für sein Glück getan hat. So würden Frauen an ihrem perfekten Tag immerhin 36 Minuten arbeiten, 47 Minuten für die Hausarbeit aufbringen und 50 Minuten kochen.

Für die Studie werteten die Forscher Daten des Nobelpreisgewinners Daniel Kahneman von über 900 befragten Frauen sowie Daten des American Time Use Survey aus.

"Der perfekte Tag" in Zahlen

Entspannung und Abwechslung

Die Autoren Christian Kroll und Sebastian Pokutta erklären: „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass sich die befragten Frauen am wohlsten fühlen, wenn sie Zeit mit ihrem Partner, mit Freunden oder mit Entspannung verbringen. Aber darüber hinaus ist eine sehr wichtige Schlussfolgerung, dass Menschen eine Steigerung des Wohlbefindens erreichen, wenn sie ihren Tag abwechslungsreich gestalten. Grob könnte man sagen: Das Vergnügen in der ersten Stunde einer Aktivität ist größer als das nach drei Stunden derselben Aktivität – Ökonomen sprechen hier von einem abnehmenden Grenznutzen. Gleichzeitig sind manche Aktivitäten gerade attraktiv weil man so selten dazu kommt.“

Ist der perfekte Tag ein Sonntag?
Mit nur 36 Minuten Arbeit pro Tag, kann kaum jemand einen Lebensunterhalt bestreiten, daher ist der errechnete perfekte Tag eher an einem Sonntag realisierbar als an einem Montag. Ebenso könnte das strikte Befolgen des errechneten Zeitplans mit einer Stoppuhr eher in mehr Stress als in mehr Zufriedenheit enden. Aber, so Hauptautor und Glücksforscher Kroll, „die Studie ist ein wissenschaftlich fundiertes Gedankenexperiment, das Aufschluss darüber gibt, welche Prioritäten Menschen setzen würden, um mehr Wohlbefinden zu erreichen, hätten sie die Freiheit ihren Tag selbst zu gestalten.“

Wie sähe dein perfekter Tag aus?

Das Abstract im Netz

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 29. Oktober 2012
 
 

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