Dazwischen steht die Allergie

Eine Allergie bedeutet nicht das Aus für ein Haustier

Vielen ist das sicher bekannt. Man wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Haustier. Einen Freund, der immer für einen da ist…
Dann die Diagnose: Allergie.
Das Aus für einen schönen Traum?

Ich sage nein.
Auch für Allergiker gibt es Tiere, die ungefährlich für sie sind.
Die meisten Allergiker sind nicht gegen Tierhaare allgemein, sondern nur gegen eine bestimmte Art, zum Beispiel nur gegen Hundehaare allergisch.
Dann ist ein Hamster oder eine Katze völlig unbedenklich.
Doch es gibt auch Tiere, die speziell für Allergiker geeignet sind, was sich gut am Beispiel der Pferde erklären lässt.
Das Fell von Pferden gibt sieben aggressive Allergene ab. Doch eine spezielle Pferderasse, die nordamerikanischen Curly Horses, die für Personen mit Pferdehaarallergie geeignet ist, gibt nur drei schwach ausgeprägte Allergene ab.
Solche besonderen Allergiker-Rassen gibt es auch bei anderen Tiergattungen. Zum Beispiel der Labradoodle  oder der portugiesische Wasserhund.

Wichtig ist allerdings auch, dass man sich darüber informiert, welche Probleme die Haltung solcher Tiere verursachen kann. Und man sollte genau wissen, dass man auch wirklich gegen das Fell und nicht etwa gegen den Speichel oder Ähnliches allergisch reagiert.

Es gilt also einiges zu beachten, wenn man sich trotz Allergie ein Haustier zulegen will, aber auch, wenn man nicht allergisch reagiert.
Ein Haustier ist immer eine große Verantwortung, die man nicht auf die leichte Schulter  nehmen sollte, denn man übernimmt die Verantwortung für ein anderes Lebewesen, das gepflegt werden muss und Zuwendung braucht.
Vor allem aber sollte man sicher sein, dass man sich dieser Verantwortung gewachsen fühlt. Eine solche Entscheidung muss wohl durchdacht sein, denn ohne weiteres kann man sie nicht wieder rückgängig machen.


Hier noch eine kleine Checkliste, was für die Anschaffung eines Haustiers generell wichtig ist
1. Was für ein Tier soll es werden? Welche Rasse? Welche Größe darf das Tier maximal haben? Ist der Stammbaum (wenn vorhanden) auch in Ordnung? Wie sieht es mit Allergien aus?

2. Was tun, wenn eine plötzliche Reise ansteht? Kann jemand anders auf das Tier aufpassen und es versorgen?

3. Kann ich mich daran gewöhnen, dass nicht mehr alles so ist wie vorher? Kann ich mich darauf einstellen, dass ich mich umgewöhnen und mir andere Routinen aneignen muss?

4. Habe ich überhaupt die Möglichkeit, mich wirklich um das Tier zu kümmern? Besitze ich die Zeit und die finanziellen Mittel?

5.  Kann ich die Versorgung des Tieres wirklich gewährleisten? Bin ich bereit, Kompromisse einzugehen und auch Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen?

6. Darf ich überhaupt Tiere halten? (Mietwohnungen ect.)

7. Sind Familie/Mitbewohner/ect. (falls vorhanden) einverstanden mit dem Tier? Ist geklärt, wer sich hauptsächlich um das Tier kümmern wird?


Wenn du alle Punkte durchgegangen bist und du immer noch entschlossen bist, dir ein Tier anzuschaffen, dann steht dem nun nichts mehr im Wege :)

Autorin / Autor: mariabr;