Schau mir auf die Nase, Kleines!

Studie: Dahin blicken wir zuerst

Augen lügen nicht, heißt es. Deshalb schauen wir unseren Mitmenschen auch immer als erstes in die Augen – sollte man denken. Doch wenn wir wissen wollen, wie unser Gegenüber tickt, bleibt unser Blick woanders hängen: auf dem oberen Teil der Nase. Denn von dort aus können wir am schnellsten die Informationen über unser Gegenüber erfassen: ist es gut gelaunt, weiblich oder männlich usw. Das berichten ForscherInnen der University of California in Santa Barbara.

In einer Studie legten sie den TeilnehmerInnen mehr als 100 Fotos von bekannten Persönlichkeiten vor. Es galt, schnellstmöglich zu erkennen, um wen es sich handelte oder zumindest das Geschlecht richtig zuordnen und den Gemütszustand prompt ablesen zu können. Per Eye-Tracking erfassten die Forscher, wohin der Blick der Testpersonen als erstes ging.

Die Auswertung zeigte, dass dies nicht die Augen waren, sondern ein Punkt etwas unterhalb der Augenmitte, am oberen Teil der Nase. Auch wenn sich hier selbst keine Informationen ablesen lassen, liefert dieser Punkt aus der Distanz einen idealen Ausgangspunkt, um alle Teile des Gesichts gleichzeitig erfassen zu können, sagen die Forscherinnen.

In einem weiteren Experiment bestätigte sich diese Annahme. Baten die ForscherInnen die Teilnehmenden nämlich, gezielt auf einen anderen Punkt innerhalb des Gesichts zu schauen, so erkannten sie das Geschlecht und den Gemütszustand der gezeigten Personen nur sehr viel langsamer.

Wo wir schon mal bei Nasen sind
Wem man garantiert zu allererst auf die Nase schaut, weil diese Signalwirkung hat, ist Rudolph das Rentier. Und warum die Nase von Rentieren so rot ist – zumindest auf Wärmebildern - das haben jetzt norwegische und niederländische Wissenschaftler ergründet. Sie verglichen mithilfe eines Video-Mikroskops die Nasen von fünf Menschen mit denen zweier Rentiere und stellten fest, dass Rentiere in ihren Nasen rund 25 Prozent mehr Blutäderchen haben als wir in unseren Riechorganen. So haben Rentiernasen auch besonders viele rote Blutkörperchen und sind sehr gut durchblutet. Auf Wärme-Infrarotbildern erscheint die Rentiernase somit knallig rot: wie bei Rudolph, den man dafür allerdings nicht vor eine Wärmebildkamera stellen muss.

Damit wäre das auch endlich mal geklärt. Und, habt jetzt auch den gleichen Ohrwurm wie wir?

Lies die Studie im Netz

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 20. Dezember 2012
 
 
 

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