Auf die richtige Kopfbewegung kommt es an

Forschung untersuchte, warum ein Nicken sympathisch macht

Credit: Kawahara J. and Osugi T., Perception, Sept. 24, 2017

Nicken ist in vielen Kulturen ein kommunikatives Signal, mit dem Zustimmung signalisiert wird. Kopfschütteln wird hingegen meist als eine Geste der Ablehnung interpretiert. Zwei japanische Forscher_innen zeigten nun, dass die simplen Kopfbewegungen nicht nur der reinen Kommunikation dienen, sondern auch die Sympathie beeinflussen können. Professor Jun-ichiro Kawahara von der Hokkaido University und Professor Takayuki Osugi von der Yamagata University hatten schon in einer früheren Forschungsarbeit gezeigt, dass ein Nicken bei computergenerierten, dreidimensionalen Figuren ihre Attraktivität erhöht. In ihren neuesten Forschungen führte das Team Experimente durch, um herauszufinden, wie sich einfaches Nicken und Kopfschütteln auf die wahrgenommenen Eigenschaften auswirkt. Ihr Ergebnis: Das Nicken ließ die Figuren sympathischer und offener erscheinen.

In ihren Versuchen zeigten die Forscher_innen 49 japanischen Männern und Frauen ab 18 Jahren kurze Videoclips computergenerierter Figuren, die entweder nickten, den Kopf schüttelten oder bewegungslos blieben. Die Versuchspersonen sollten dann die Attraktivität, Sympathie und Offenheit der vorgestellten Figuren auf einer Skala von 0 bis 100 bewerteten.

Bei der anschließenden Auswertung zeigte sich, dass die nickenden Figuren um etwa 30 Prozent sympathischer bewertet wurden als ihre kopfschüttelnden oder reglosen Kolleg_innen und dass sie auch um etwa 40 Prozent als offener angesehen wurden. Die Ergebnisse waren sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Beobachtern ähnlich. "Unsere Studie zeigte auch, dass das Nicken in erster Linie die Sympathie erhöht, die auf Persönlichkeitsmerkmale und nicht auf das Aussehen zurückzuführen ist", erklärte Kawahara.

Die Forscher sehen in der Studie einen nützlichen empirischen Beitrag zu diesem Feld, da sie als erste zeigt, dass das bloße Beobachten der subtilen Kopfbewegungen eines anderen zu positiven Einstellungen führt. Ihre Ergebnisse können bei der Entwicklung webbasierter Avatare und humanoider Roboter helfen. Kawahara betont jedoch: "Die Verallgemeinerung dieser Ergebnisse erfordert eine gewisse Vorsicht, denn in unseren Experimenten wurden computergenerierte weibliche Gesichter zur Manipulation von Kopfbewegungen verwendet. Es sind weitere Studien mit männlichen Figuren, realen Gesichtern und Beobachtern aus unterschiedlichen Kulturkreisen erforderlich, um diese Erkenntnisse auf reale Situationen anzuwenden."

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 29. November 2017
 
 
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