Unfreiwillige Entschleunigung

Bkk-Studie: 46 Prozent der jungen Erwachsenen haben das Gefühl, dass ihr Leben im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit weniger anstrengend ist.

Die Pandemie hat uns alle gebeutelt. Vor allem die Kontaktbeschränkungen waren für viele Menschen psychisch sehr belastend. Aber hier und da hat man auch immer wieder Menschen sagen hören, dass sie der unfreiwillig gewonnenen Ruhe auch etwas abgewinnen können. Dass die Pandemie sie eher entstresst. Das hat eine aktuelle Studie bestätigt, in deren Rahmen im Juli 2021 1.058 Bundesbürger_innen zwischen 14 und 34 Jahren befragt wurden. Demnach hätten zwar sechs von zehn Befragten angegeben, dass die Pandemiemonate für sie belastend waren. Die Tatsache aber, dass sie nun so viel Zeit für sich alleine hatten, habe im Laufe der Zeit bei einigen zu der Erkenntnis geführt, dass die Entschleunigung des Lebens auch gute Seiten haben kann. „In der freigewordenen Zeit hatten sie die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, zu sich selbst zu finden und oft auch neue Hobbies zu entdecken“, erkärt Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der vivida bkk.

Langeweile ist wichtig

Die Studie zeige, dass Innehalten und die anfangs damit verbundene Langeweile wichtig sind. Denn dies wirke sich positiv auf das Befinden der 14- bis 34-Jährigen aus: 46 Prozent der jungen Erwachsenen haben der Studie zufolge das Gefühl, dass ihr Leben im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit weniger anstrengend ist. Und ein Drittel der Befragten fühlt sich trotz der mit der Pandemie verbundenen persönlichen Einschränkungen nicht gestresst. Dr. Hantke: „Gut möglich, dass viele junge Bundesbürger nach den Erfahrungen im Lockdown auch künftig freiwillig auf Freizeitstress verzichten. Denn Entschleunigung ist in jeder Phase des Lebens gut für die Gesundheit.“

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 9. September 2021