"Du Jude!" #sowhat?

Am 9. November startet die Kampagne "Du Jude!" #sowhat? im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus

Wenn man sich streitet, fällt schonmal das eine oder andere blöde Schimpfwort, mit dem man sein Gegenüber so richtig treffen will, aber wie kommt man auf die Idee, einen Menschen mit dem Wort "Du Jude!" beleidigen zu wollen? Dieser Spruch zählt inzwischen zu den häufigsten Beleidigungen auf deutschen Schulhöfen. Viele jüdische Schüler_innen berichten, dass sie zunehmend antisemitischem Mobbing, Beleidigungen, Bedrohungen und Gewalt ausgesetzt sind. Und oft fühlen sie sich komplett alleingelassen.

"Wer das Wort ‚Jude‘ als Abwertung verwendet, äußert sich antisemitisch. Damit wird nicht nur die betroffene Person, sondern auch alles Jüdische abgewertet", erklärt die Amadeu Antonio Stiftung. Deshalb startet die Stiftung zusammen mit dem Anne Frank Zentrum ab 9. November die Kampagne „Du Jude! #sowhat?“, die ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen will. Bis Mitte Dezember finden mehr als 170 Veranstaltungen wie Vorträge, Workshops und Seminare, Projekttage in Schulen, Zeitzeugengespräche, Mahngänge, Konzerte, Theater- und Filmvorstellungen statt, die für Antisemitismus sensibilisieren und über das Judentum aufklären.

Na und?
Das diesjährige Kampagnenmotto greift den als Beleidigung beabsichtigten Satz „Du Jude!“ provokant auf und hinterfragt mit dem Zusatz „so what?“, was überhaupt schlimm daran sei, jüdisch zu sein. Um deutlich zu machen, dass ‚Jude‘ kein Schimpfwort ist, werden dem Wort auf vier verschiedenen Motiven alltägliche Gegenstände gegenübergestellt, die von Jugendlichen auch gerne als Beleidigung verwendet werden: Vogel, Lappen, Pfosten oder Lauch.

Solidarität gefragt
"Antisemitismus ist zuerst ein Angriff auf jüdisches Leben, aber stets auch ein Angriff auf unsere Demokratie. Dabei tritt Antisemitismus nicht nur als körperliche Gewalt in Erscheinung: Auch das Mobbing jüdischer Schülerinnen und Schüler, Hate Speech im Netz, verschwörungsideologische Welterklärungen, Drohungen auf offener Straße und vermeintliche Kritik an Israel sind Formen des Antisemitismus. Hier wird sichtbar und für viele täglich spürbar, dass wir als Gesellschaft handeln und jüdisches Leben besser schützen müssen", so die Amadeu Antonio Stiftung zum Auftakt der Aktionswochen.

Alle Infos und eine Übersicht sämtlicher Veranstaltungen gibts hier

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 9. November 2019
 
 
 

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