Adieu Strohhalm?

EU-Kommission macht sich für ein breites Plastikverbot stark. Dem würden einige lieb gewonnenen Artikel zum Opfer fallen, für die es aber auch sinnvolle Alternativen gibt.

Plastik-Geschirr beim Grillen. Einwegbecher. Der geliebte Strohhalm. Luftballonstäbe und Wattestäbchen. Würdet ihr diesen Dingen hinterherweinen? Oder würdet ihr ihnen hinterherweinen, wenn sie nicht mehr aus Plastik wären? Sicher nicht. Dafür würde es euch sicher froh stimmen, wenn ihr wüsstest, dass die Hinterlassenschaften unsereres Plastikwahns nicht länger die Flüsse und Meere verschmutzen.

Einen ersten Schritt zur Verringerung des schädlichen Plastikmülls hat am Montag die EU-Kommission gemacht. Sie schlägt neue Vorschriften für die Verwendung von den Einwegprodukten aus Kunststoff vor, die in Europa am häufigsten an den Stränden und in den Meeren gefunden werden.

Bei erschwinglichen Alternativen Verbot von Einwegkunststoffprodukten
So soll es nach dem Vorschlag der Kommission ein Verbot von Kunststoffen in bestimmten Produkten geben. Davon wären beispielsweise Rührstäbchen, Besteck und Geschirr betroffen. Gibt es eine erschwingliche Alternative, soll die Kunststoffvariante ganz vom Markt genommen werden (z.B. Wattestäbchen, die problemlos aus Altpapier gefertigt werden können). Einweggetränkebehälter, die Kunststoff enthalten, sollen nur dann zugelassen werden, wenn ihre Deckel und Verschlüsse an ihnen befestigt sind.

Die Mitgliedsstaaten sollen außerdem dafür sorgen, dass weniger Lebensmittelverpackungen und Getränkebecher aus Kunststoff verwendet werden, z.B. indem solche nicht mehr kostenlos zur Verfügung gestellt werden oder es mehr alternative Produkte gibt.

Die Hersteller werden auch in die Pflicht genommen: sie sollen die Kosten für die Abfallbewirtschaftung und die Säuberung der Umwelt sowie für Sensibilisierungsmaßnahmen mittragen. Dies gilt zum Beispiel für Tüten und Folienverpackungen (z.B. für Chips und Süßigkeiten), Getränkeflaschen und -becher, Tabakerzeugnisse mit Filtern (z. B. Zigarettenstummel), Feuchttücher, Luftballons und leichte Kunststofftragetaschen. Umweltschädliche Verpackungen sollen außerdem besser gekennzeichnet werden, und die Mitgliedsländer sollen eine höhere Sammelquote erreichen - etwa durch Pfandsysteme. Sie sollen Verbraucher_innen außerdem stärker dafür sensibilisieren, wie es sich auf die Umwelt auswirkt, wenn Einwegkunststoffprodukte einfach in die Gegend geschmissen werden.

Das kann noch Jahre dauern
Ein längst überfälliger Schritt, schließlich landen die Kunsstoffe nicht nur als Abfall in der Landschaft und in den Gewässern, sondern in Form von Mikroplastik auch in unseren Lungen und auf unseren Tellern. Die gesundheitlichen Folgen, die mit der ständigen Belastung durch Mikroplastik einhergehen könnten, sind bislang noch unbekannt. Glücklicherweise haben wir auch als Einzelne es in der Hand, Plastik-Einwegprodukte schon jetzt zu reduzieren, denn bis die neuen Regelungen in Kraft treten, können noch Jahre vergehen. Bis dahin können wir den Plastikverzicht ja schon mal üben. Es isst sich beim Grillen sowieso viel stilvoller von selbst mitgebrachten echten Tellern, es trinkt sich ganz wunderbar aus der wiederverwendbaren Trinkflasche, den Verzicht auf Plastik-Luftballonstäbchen werden wir sicher unbeschadet überstehen und zum Thema Strohhalme... der Name sagt alles. ;-)

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 29. Mai 2018
 
 

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