Basiseinheit der Gesellschaft?

Am 15. Mai ist der Internationale Tag der Familie

Vater, Mutter, Kind war gestern. Familien haben sich in den letzten Jahrzehnten weltweit immer stärker weiterentwickelt und verändert. Als "Basiseinheiten einer Gesellschaft" (Vereinte Nationen) verdienen sie aber - ganz gleich welche Form sie haben - eine besondere Würdigung. Darum wird seit 1994 der Internationale Tag der Familie am 15. Mai jeden Jahres feierlich begangen. Wie üblich zu solchen "Ehrentagen" gibt es Konferenzen, Workshops, Veranstaltungen und natürlich jede Menge mediale Aufmerksamkeit für Familien und die Rolle, die sie in einer Gesellschaft spielen. Dazu gehören auch politische Forderungen aus allen Richtungen, die mal mehr Rechte oder mehr Geld für Familien verlangen, mal wünschen, dass der Familienbegriff weitergedacht, mal im konservativen Sinne enger gefasst wird. Auch das Recht auf Betreuungsplätze, Teilzeitstellen, Familiennachzug oder Kinderwunsch-Behandlung wird an einem solchen Tag auf kontroverseste Weise diskutiert.

Die Förderung von gerechten, friedlichen und inklusiven Gemeinschaften
In diesem Jahr soll vor allem die Bedeutung von Familie und Familienpolitik für die Erreichung des Nachhaltigkeitsziels Nr. 16 der Vereinten Nationen betrachtet werden: der Förderung von gerechten, friedlichen und inklusiven Gemeinschaften. Kinder, die in stabilen und unterstützenden Familien aufwachsen, entwickeln positive, emotionale und soziale Charaktere, aus denen stabile und friedliche Erwachsene werden, auch Empathie, Selbstbewusstsein, Zugehörigkeitsgefühl und Gemeinschaftssinn gedeihen besonders gut im familiären Umfeld - so heißt es in einer Erläuterung der vereinen Nationen. Darum werden stabile Familien als besonders bedeutsam für die Erreichung friedlicher Gesellschaften betrachtet.

Gleiche Rechte für alle Familienmitglieder
Beim Schutz der Familie soll in diesem Jahr ein besonderer Fokus darauf liegen, dass alle Familienmitglieder die gleichen Rechte haben - so sollten etwa Frauen nicht nur in ihrer Rolle als Mutter und Versorgerin ihrer Kinder geschützt werden, sondern einen gleichwertigen Zugang zu Lohn, Arbeit und Besitz haben. Und ihre Kinder haben Anspruch darauf, in einer harmonischen und liebevollen Atmosphäre aufzuwachsen, angemessene Ernährung und Schutz sowie einen legalen Status zu erhalten. In vielen Ländern werden geborene Kinder nicht registriert, so dass sie später zu vielen staatlichen oder sozialen Leistungen keinen Zugang haben und ihnen gesellschaftliche Teilhabe erschwert wird.

In Deutschland haben wir diese Problematik eher selten, dennoch gibt es auch hier viele Hürden im Umgang mit Familien. Wer definiert eigentlich, wer oder was Familie ist und sein darf? Wer erhält Unterstützung, und wer geht leer aus, auch wenn er für andere Verantwortung übernimmt? Warum kann man sich Familie eigentlich nicht aussuchen? Fragen über Fragen, die ihr am Tag der Familie mit blutsverwandten Familienmitgliedern oder euer allerliebsten Wahlfamilie oder beidem ausführlich diskutieren könnt.

Auch wenn euch eure wie auch immer zusammengesetzte Familie nervt oder in den Wahnsinn treibt, ist heute also ein guter Tag, darüber nachzudenken oder zu diskutieren, was einen mit ihr verbindet, was man von ihr hat oder wie man sich eine gestaltet, wenn einem die eigene nicht gefällt ;-).



Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 15. Mai 2018
 
 
 

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