Ausgezeichnet!

Deutscher Umweltpreis geht an exzellente Effizienz-Experten

Bild: DBU

Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist zum 22. Mal vergeben. Preisträger sind der Ökonom und Energieeffizienzexperte Prof. em. Dr. Peter Hennicke und der Wissenschaftler und Gründer der Firma UNISENSOR Sensorsysteme, Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg. Die DBU würdigte damit das jahrzehntelange außergewöhnliche Engagement der Preisträger für das Einsparen von Energie und den Schutz wertvoller Ressourcen. Mit dem bisher nur dreimal von der DBU zusätzlich vergebenen Ehrenpreis wurde Hubert Weinzierl für sein lebenslanges Naturschutz-Engagement geehrt.

Dabei hätten die Preisträger ihre Ziele der Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz auf ganz unterschiedlichen Wegen verfolgt, betonte DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann im Rahmen der Preisverleihung: „Hennicke als Wissenschaftler und ausgewiesener Experte für eine nachhaltige Energieversorgung, Krieg als erfolgreicher Unternehmer und Entwickler weltweit einmaliger Mess- und Analysesysteme, die uns für eine nachhaltige Zukunft Perspektiven aufzeigen."

Mit außergewöhnlichem Engagement und wissenschaftlicher Kompetenz habe Hennicke erfolgreich für den ökologischen Umbau des Energiesystems, das Einsparen von Energie und die ökonomische Machbarkeit einer Vollversorgung aus erneuerbaren Energien gearbeitet, unterstrich die DBU. Der Ökonom und Professor für Wirtschaftspolitik und Energiewirtschaft habe maßgeblich dazu beigetragen, die wissenschaftlichen Grundlagen für die Energiewende zu schaffen und deren politische Umsetzung in Deutschland voranzubringen. Unter seiner Leitung sei eine Neukonzipierung des Forschungsprogramms am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie erfolgt, das sich mit dem Umsetzen von Nachhaltigkeitsstrategien in die Praxis beschäftige.

Verschwenden wertvoller Ressourcen eingedämmt
Preisträger Krieg habe mit seinen einmaligen Mess- und Analysesystemen seine Vision in die Realität umgesetzt, das weltweite Verschwenden wertvoller Ressourcen einzudämmen. Krieg habe sich während seiner wissenschaftlichen Laufbahn an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlsruhe mit der optischen Analyse von Stoffen befasst und 1990 UNISENSOR gegründet. Die von ihm entwickelten Technologien seien Meilensteine im produktionsintegrierten Umweltschutz. Mit seinen revolutionären Verfahren könnten wertvolle Kunststoffe auf höchstem Qualitätsniveau wiederverwertet und Chemikalien etwa im Offsetdruck viel genauer dosiert und damit eingespart werden. Mit seinem technologischen Gespür und seiner Leidenschaft für neue Entwicklungen trage Krieg maßgeblich dazu bei, den verschwenderischen Verbrauch endlicher Ressourcen wie etwa Erdöl zu verringern und die Materialeffizienz zu steigern.

Weinzierl tragende Persönlichkeit des Naturschutzes
Ehrenpreisträger Weinzierl würdigte die DBU als Vordenker und Visionär, einen der ganz wenigen Zeitzeugen, die den organisierten Naturschutz aus der Nische in das Zentrum der Gesellschaft gerückt hätten. Er gelte vielen als profiliertester Naturschützer Deutschlands und Integrationsfigur von klassischem Naturschutz und moderner Umweltpolitik. Der Ehrenpräsident des Deutschen Naturschutzringes (DNR) und Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) habe sich Zeit seines Lebens mit viel Zivilcourage in der Naturschutzbewegung engagiert. Er sei nicht eine, sondern die tragende Persönlichkeit des Naturschutzes in Deutschland und habe wichtige Akzente für Nachhaltigkeit, Schöpfungsverantwortung und den Schutz der Artenvielfalt gesetzt. Beispielhaft für den langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden der DBU seien seine Impulse für die Umweltbildung, einen nachhaltigen Lebensstil sowie für den praktischen Artenschutz.

Hintergrund: Der Deutsche Umweltpreis
Mit dem 2014 zum 22. Mal verliehenen Deutschen Umweltpreis der DBU – dem unabhängigen, mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas – werden Leistungen von Personen ausgezeichnet, die vorbildlich zum Schutz und Erhalt der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden. Es können Projekte, Maßnahmen oder Lebensleistungen einer Person prämiert werden. Kandidaten für den Deutschen Umweltpreis werden der DBU vorgeschlagen. Mit dem nur sporadisch vergebenen DBU-Ehrenpreis wurden bisher nur Michail Gorbatschow, Professor Dr. Hannelore „Loki“ Schmidt (†) und Professor Heinz Sielmann (†) ausgezeichnet.

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Autorin / Autor: PM - Stand: 29. Oktober 2014
 
 
 

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