Weltlicher Wissensstand

Wissensstudie: WestlerInnen sind nicht schlauer als der Rest der Welt

Wer sich über den Wissenstand der gesamten Weltbevölkerung äußert, unterliegt schnell dem Vorurteil, dass der "Westen" - also die USA und Europa am weitesten fortgeschritten sind. Gerne glauben wir, die wir zu diesen Ländern gehören, dass Menschen in anderen als den westlichen Staaten nicht so aufgeklärt und gebildet sind wie wir. Doch damit liegen wir ganz schön daneben, wie eine jetzt veröffentlichte Studie der US-amerikanischen National Science Foundation herausfand, die alle zwei Jahre den wissenschaftlichen Bildungsstand der ErdenbewohnerInnen vergleicht. Auf Fragen wie zum Beispiel: "Umkreist die Sonne die Erde, oder die Erde die Sonne" gaben demnach nur 74 Prozent der 2200 befragten US-AmerikanerInnen die richtige Antwort. Bevor ihr aber jetzt in hämisches Grinsen verfallt - unter den befragten EuropäerInnen tut sich noch eine größere Wissenslücke auf: Von ihnen wussten nämlich nur 66 Prozent die richtige Antwort. Am besten schnitten die Getesteten aus Südkorea ab, von ihnen antworteten immerhin 86 Prozent richtig.

Ähnlich katastrophal sind die mangelnden Kenntnisse über die Evolutionstheorie: Noch nicht mal die Hälfte (48 Prozent) der befragten AmerikanerInnen gab an zu wissen, dass die Menschheit sich aus anderen Arten entwickelt hat. Damit stehen sie ähnlich schlecht da wie die russischen Befragten - alle anderen Länder scheinen darüber weit besser informiert zu sein (am besten schnitten die JapanerInnen ab). Auch über den Ursprung des Universums scheinen nur 38 Prozent Bescheid zu wissen, so viele (oder besser gesagt so wenige) gaben jedenfalls der These recht, dass das Universum durch einen Urknall entstanden ist.

Die WissenschaftlerInnen sind allerdings überzeugt davon, dass viel mehr der US-Befragten die richtigen Antworten auf die Evolutionstheorie oder den Urknall wissen, dass sie sich bei der Beantwortung der Fragen aber eher von ihrem Glauben leiten ließen als von ihrem Bildungsstand. Ein weiteres Ergebnis war übrigens auch, dass das Wissen der AmerikanerInnen offenbar ein Geschlecht hat: Männer lagen beim wissenschaftlichen Faktenwissen 10 Prozent höher als Frauen - besonders in den Wissensgebieten der Physik. In Biologie hingegen schnitten die Geschlechter gleich ab.

Während die USA in den abgefragten Wissensbereichen eher stagnieren, werden asiatische Länder wie China und Südkorea dagegen immer besser. Wie das UNESCO-Institut für Statistik (UIS) schon im Jahr 2009 konstatierte, ist die Zahl der WissenschaftlerInnen in Entwicklungsländern zwischen 2002 und 2007 um 56 Prozent angestiegen; in Zahlen: von 1,8 Millionen auf 2,7 Millionen. Dieser Zuwachs gehe großteils auf das Konto Chinas. Jede/r fünfte WissenschaftlerIn weltweit war schon 2009 einE ChinesIn. Die Zahl amerikanischer und europäischer WissenschaftlerInnen sei dagegen im gleichen Zeitraum nur um weniger als 10 Prozent gewachsen, sodass sie nur noch 28 Prozent bzw. knapp 26 Prozent der WeltwissenschaftlerInnen stellen.

Schaut euch die Ergebnisse im Einzelnen an:

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 19. Februar 2014
 
 
 

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