Preis für geistige Freiheit und unbändigen Mut

Die 16-jährige Malala Yousafzai erhält diesjährigen Sacharow-Preis für ihren Einsatz für Mädchenbildung

Die 16-jährige pakistanische Aktivistin Malala Yousafzai, die für das Recht der Mädchen auf Bildung kämpft, hat den diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit gewonnen. Der Präsident des Europäischen Parlaments überreichte ihr den Preis während einer feierlichen Sitzung am 20. November 2013.

Malala stammt aus dem Swat-Tal im Norden Pakistans, das 2008 und 2009 von den Taliban beherrscht war. Als Tochter des Leiters einer Mädchenschule beschrieb sie schom mit 11 Jahren für die BBC das Leben unter den Taliban. Nachdem sie trotz eines ultimativen Verbots der Taliban zusammen mit anderen Mädchen weiter zur Schule ging, wurde ihr Schulbus von einigen Taliban am 9. Oktober 2012 auf der Heimfahrt angehalten. Malala wurde direkt angeschossen, in Kopf und Hals schwer verletzt und musste operiert werden. Anlass für den Anschlag der Taliban war einem Bekennerschreiben zufolge der Einsatz des Mädchens für die schulische Bildung der weiblichen Bevölkerung. Seit diesem Mordversuch ist sie weltberühmt geworden.

Im Dezember 2012 wurde in Zusammenarbeit mit der UNESCO der Malala-Fonds gegründet, der das Recht jedes Kindes auf Bildung weltweit durchsetzen will. Verschiedene Initiativen forderten, Malala für den Friedensnobelpreis zu nominieren. Das Magazin Time kürte sie nach Barack Obama zur zweitwichtigsten Person des Jahres 2012.

Am 12. Juli 2013, ihrem 16. Geburtstag, sprach sie vor der Jugendversammlung der UNO. Es war ihre erste öffentliche Rede seit dem Attentat; in sehr eindringlicher und bewegender Form rief sie darin die "Führer der Welt dazu auf, mit sämtlichen Friedensabkommen die Rechte von Frauen und Kindern zu schützen. Ein Abkommen, das die Rechte der Frauen ignoriert, ist inakzeptabel. Wir fordern sämtliche Regierungen dazu auf, die verpflichtende, kostenfreie Schulbildung für jedes Kind auf der ganzen Welt einzuführen." Und an die Kinder der Welt gerichtet sagte sie: "Lasst uns zu unseren Büchern und Stiften greifen. Das sind unsere mächtigsten Waffen. Ein Kind, ein Lehrer, ein Stift und ein Buch können die Welt verändern. Bildung ist die einzige Lösung."

Danach überreichte sie dem anwesenden UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon die Petition für die Bildung aller Kinder mit vier Millionen Unterschriften. Die UNO will dieses Ziel bis Ende 2015 erreichen. Ban Ki Moon kündigte an, dass die Uno den 10. November als „Malala Day“ feiern wird.

LizzyNet gratuliert Malala Yousafzai aufs herzlichste und wünscht sich für alle Mädchen und Jungen der Welt, dass ihr Kampf Erfolg haben wird!

Mehr über den Sacharow-Preis erfahrt ihr in diesem Film

Stand: 20. November 2013
 
 
 

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