Wie die Zeit vergeht...

Die Geschichte der Uhren ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der Zeit - über Sonnen-, Sand- und Eieruhren



"Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit..." (Michael Ende)

Die Zeit als einen ewigen, sich wiederholenden Zyklus zu denken, entstand ursprünglich aus der Beobachtung der Sterne. Was veranlasste die Menschen, immer präzisere Instrumente herzustellen, mit denen sie ein Phänomen messen oder gar zähmen wollen, das so geheimnisvoll und unfassbar ist wie kein anderes? War das Zeit-Messen von jeher eine Streitfrage? Ging es darum, Kontrolle auszuüben oder das Leben in erträgliche Portionen einzuteilen? Drehen wir doch einfach mal die Uhren zurück...

Sonne

In früheren Zeiten wie der Antike verlief das Leben noch so langsam, dass man die Zeit gar nicht so präzise unterteilen musste. Die ersten Uhren gliederten nur die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Nachts die Zeit zu messen war für unsere Vorfahren uninteressant, da bei Einbruch der Dunkelheit sowieso jede Tätigkeit eingestellt wurde. Deswegen waren die ersten Zeitmesser auch Sonnenuhren. Sie wurden schon von den ÄgypterInnen um 5000 vor Christus verwendet. In China sind sie aus der Zeit um 3000 v.Chr. bekannt. Auch die Inkas besaßen sie, und in Indien schuf Jai Singh um 1700 gewaltige Sonnenobservatorien. In allen Kulturen ist die Sonnenuhr das erste Zeitmessinstrument.

Wasser

Aber nicht nur die Sonne, sondern auch das Wasser wurde als Mittel zum Zweck eingesetzt. Die Wasseruhren, auch Klepsydren (= Wasserdiebin) genannt, hatten den Vorteil, wetter- und tageslichtunabhängig zu sein. Wie sahen sie aus? Es gab Auslauf- und Einlaufuhren. Sie bestanden aus einem konischen Gefäß (ähnlich wie ein Blumentopf aus Ton) mit Marken an der Innenseite und einer oder mehreren Öffnungen dicht über dem Boden. Bei der Auslaufuhr las man die Zeit am Absinken des Wasserspiegels ab. Die Einlaufuhr dagegen wurde auf eine Wasseroberfläche gelegt und das Ansteigen des Wasserspiegels als Zeitintervall gemessen. Die perfektionierten Modelle erzeugten sogar Klänge: sie waren mit Figuren ausgestattet, die zu jeder Stunde eine entsprechende Zahl von Kugeln auf laut tönende Gongs fallen ließen. Die Entdeckung der Hydraulik und Mechanik machte es möglich, dass dann im 2. Jhd. v. Chr. eine Wasseruhr mit Zifferblatt und Zeiger gebaut werden konnte.

Öl, Kerzen und Räucherstäbchen

Zeit wurde auch daran gemessen, wie viel etwas verbraucht wurde. Zu den sogenannten "zerstörenden Zeitmessern" gehörten die Räucherstäbchen der ChinesInnen oder auch Kerzen mit eingesteckten Metallteilen. Wenn diese sich beim Herunterbrennen aus dem Wachs lösten, fielen sie in eine darunter stehende Schale und erinnerten so durch ihr Klingeln an eine weitere vergangene Stunde. Dann gab es über viele Jahrhunderte die Öluhren. Das Lampenöl war in einem Glasbehälter aufbewahrt, auf dem eine Skala aufgemalt war. Durch das Verbrennen senkte sich der Ölstand und daran wurde die Zeit abgelesen.

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Autorin / Autor: Rosi Stolz - Stand: 4. Oktober 2002
 
 
 

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