Yoga heißt Verbindung

Yoga ist Bewegung für Körper und Geist

Bild:Lizzynet

Geht es euch manchmal so, dass ihr voller schlechtem Gewissen denkt: "Ich sollte mal wieder Sport treiben", aber schon schon bei dem Gedanken ans Joggen Seitenstiche kriegt? Auch bei der Vorstellung, sich neben wildfremden schwitzenden Menschen im Fitnessstudio auf so einem stehenden Fahrrad abzustrampeln, ist nicht gerade verlockend. Wie wär's also mal mit einem etwas ganz anderem Bewegungsprogramm. Zum Beispiel Yoga? Zu verknotet? Zu esoterisch? Keine Spur! Es ist eigentlich ein Abenteuer für euren Körper, aber auch für eure Gefühle. Um die drei Millionen Menschen üben heute in Deutschland Yoga und interessanterweise sind 80% davon Frauen! Weder ein anderer mitteleuropäischer Staat und noch nicht mal Indien - das Ursprungsland des Yoga - kann einen derart hohen Frauenanteil unter den Yoga-Praktizierenden aufweisen. Grund genug, sich einmal genauer mit diesem System zu beschäftigen, zumal es gerade jetzt (mal wieder) unter den Wellnesssportarten so populär ist.

Woher kommt eigentlich Yoga?

Schon in der Vorzeit finden wir auf verschiedenen Kontinenten Spuren von Yoga. In indischen Texten tauchte es schon vor 3500 Jahren auf und wurde dort beschrieben als "Konzentrationstechnik" mit der man "Visionen und ekstatische Zustände" erreichen kann. Ausgeübt wurden die körperlichen und geistigen Techniken aber nur von sogenannten "Besitzenden und Eingeweihten", es war eine geheime Kunst - daher übrigens der Begriff "esoterisch" (Esoterik = Geheimkunst) - die dem normalen Volk vorenthalten wurde. Ein Weiser namens Patanjali, der zwischen 200 vor und 200 nach Christus lebte, hat dann das System in sogenanten Sutren aufgeschrieben und damit die systematische Yogawissenschaft begründet. Mit diesen Schriften holte er das Yoga aus der GeheimniskrämerInnen-Ecke heraus und zeigte allen, die etwas für ihre Selbsterkenntnis, ihre Gesundheit und ihr inneres Wachstum tun wollten, einen erlernbaren Übungsweg. In Europa tauchte Yoga um 1930 auf und wurde aber zunächst nur auf einer theoretischen Ebene untersucht. Es diente anderen Methoden, wie zum Beispiel dem "autogenen Training" als Grundlage. Das körperbetonte Hatha-Yoga wird erst seit 1960 praktiziert, wobei es sich damals noch eher um die rein gymnastischen Übungen zur "Verschönerung des Körpers" drehte und den spirituellen Hintergrund völlig ausblendete. Dieser spirituelle Hintergrund wurde in Europa erst in den 90er Jahren "entdeckt". Heute gibt es sowohl Yoga-Schulen, die eher die Körperübungen in den Mittelpunkt stellen, wie auch zunehmend solche Schulen, die die therapeutischen, philosophischen und/oder meditativen Hintergründe miteinbeziehen.

Yoga als Heilmethode

Als Anfang der achtziger Jahre eine Art Verquickung zwischen der Anatomie und der Neurologie entstand - die so genannte Neuropsychobiologie - erkannte man, dass die Bewegung eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des Hirns spielt. Diese Erkenntnis führte dazu, dass Yoga in die westliche Medizin integriert wurde, womit sich auch der indische Arzt Dr. Krishna Raman beschäftigt. Seit vielen Jahren behandelt er PatientInnen mit Yoga. In seinem Buch "A Matter of Health" beschreibt er ausführlich, wie das indische Yoga und die westliche Schulmedizin verantwortungsvoll miteinander kombiniert werden können. Dabei erarbeiten YogatherapeutIn und PatientIn gemeinsam ein Übungsprogramm, das auf die Krankheit zugeschnitten ist und dann geht es ans regelmäßige Üben. Aber nur, wenn das tatsächlich geschieht, gibt es Aussicht auf Heilung.

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Autorin / Autor: Rosi Stolz - Stand: 7. Juli 2003; Bild: LizzyNet
 
 
 

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