Ozeanworkshop auf Helgoland

Isabell hat am Ozeanworkshop „mehr meer 2017“ teilgenommen und ist begeistert: "Workshops wie dieser lassen euch nicht nur Erfahrungen mit Riesenkrebsen, waschmaschinenähnlichen Geräten und Seekrankheit machen, sondern sie stellen auch euren Berufswunsch in Frage."

Bild: Joachim Dengg, GEOMAR Kiel

Taschenkrebse so groß wie Hände, viele komplizierte Messgeräte und eine Fahrt mit einem echten Forschungsschiff, das alles und noch mehr dürfen wir im zweiwöchigen Ozeanworkshop „mehr meer 2017“ vom 03. bis 16. September 2017 erleben. Insgesamt sind wir 20 Jugendliche im Alter von 16 bis 18, die im Gästehaus des Alfred Wegener Instituts (AWI) auf Helgoland untergebracht sind. Dabei besetzen die Mädchen die meisten Plätze (17 an der Zahl). Schmunzelnd musste Dr. Joachim Dengg, der Organisator des Workshops vom GEOMAR (Kiel), erläutern, dass nicht nach Geschlecht, sondern nach erbrachter Leistung in der Bewerbung entschieden wurde. Also Frauen an die Macht, oder doch eher eine Jungsquote?

Keine Angst, die Kerle bevorzugen eben eher die technische Meeresforschung, wie z.B. die Ozeanographie, bei der die Männerquote wieder steigt.
Nichtsdestotrotz kommen die drei Jungs, genau wie wir Mädels, auf ihre Kosten. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Workshop lässt uns nicht nur den Forschern über die Schulter schauen, sondern wir bekommen auch die Chance, eigene Experimente und Versuchsreihen durchzuführen. Dabei werden wir durch ein kompetentes Team der Schülerlabore vom AWI auf Helgoland, dem GEOMAR aus Kiel und dem HZG in Geesthacht mit einer Engelsgeduld angeleitet. Wir durften also schon mehrere tausend Euro teure Geräte bedienen, wie beispielsweise eine waschmaschinenähnliche Zentrifuge oder ein Infrarotspektrometer.

Ich persönlich freute mich eher auf die interessanten Gespräche zwischen Gleichgesinnten und Forschern und ich wurde auch nicht enttäuscht. Denn in der Forschung geht es nicht nur um die empirische Datenaufnahme, sondern auch um den gegenseitigen Austausch und die Diskussion. Alle Teilnehmer dürfen sich zu jedem Vortrag äußern und Fragen stellen. Eine kleine Hürde stellte da manchmal die englische Sprache dar, aber dass Meeresforschung international ist und auch sein muss, das bemerkten wir vor allem in den zwei Tagen auf dem Forschungsschiff "Heincke".

Türkise Wellenberge und weiße Schaumkronen soweit das Auge reicht, und dabei sind wir erst eine knappe Stunde unterwegs! Für viele Teilnehmer, die aus ganz Deutschland angereist sind, ist das ein ganz besonderes Highlight gewesen. So auch für mich, die man durchaus als waschechte Landratte bezeichnen kann, da ich aus Sachsen komme. Doch dass es auch unangenehme Seiten an der Arbeit auf einem Schiff gibt, stellte sich bei größerem Seegang heraus. Ihr ahnt es schon… Manchmal ist der Eimer doch dein bester Begleiter. Und zu unserer Verteidigung, manche Forscher sahen auch schon etwas grün um die Nase herum aus.   
                                                                                     
Was auf den praktischen Teil unweigerlich folgt, ist die Datenauswertung, was uns die restliche erste Woche auf Trab hielt. Jetzt sind wir gerade mitten in der zweiten Woche und konnten zwischen verschiedene Themen in der Meeresforschung wählen, wie Mikroplastik oder Experimenten mit Macroalgen.
Das Ende kommt mal wieder schneller als gewollt, aber schließlich werden wir alle etwas mitnehmen können. Zumindest für mich als Teilnehmerin stellt dieser Workshop eine einzigartige Gelegenheit dar, um Meeresforschung besser kennen zu lernen und zu verstehen. Zusätzlich haben wir hier eine spannende Truppe, in der alle ein gutes Umweltbewusstsein haben, aber auch alle in verschiedene Richtungen wollen. Das sorgt für lebhafte Gespräche und gute Freundschaften mit Menschen aus dem ganzen Land.

Also Mädels, als Schlussplädoyer kann ich euch nur empfehlen, alle Chancen zu nutzen, um eure Interessen zu verfolgen und euer Bestmöglichstes zu geben. Workshops wie dieser lassen euch nicht nur Erfahrungen mit Riesenkrebsen, waschmaschinenähnlichen Geräten und Seekrankheit machen, sondern sie stellen auch euren Berufswunsch in Frage. Gebt also euer Bestes und nutzt jede Gelegenheit, die euch weiterbringt, denn nur so werdet ihr euren Traumberuf bekommen!

Ich werde jetzt erstmal den Rest des Workshops als immer hart Arbeitende genießen, damit beste Grüße aus Helgoland

Mehr Infos zum Ozeanworkshop

Autorin / Autor: Isabell Hentschel; Bilder: Joachim Dengg, GEOMAR Kiel - Stand: 12. September 2017
 
 
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