Kanada: Fernweh-Kolumne Teil 1: Die Schule

Kaya über ihren 3-monatigen Schüleraustausch in Kanada

„… und auch der Gruppe von Schülern wünschen wir für Ihren 3-monatigen Schüleraustausch hier in Québec alles Gute und viel Spaß beim Französisch-lernen“ - mit dieser Ansage der Stewardess wusste auch der letzte Passagier des Flugzeugs, wer WIR waren: Zwanzig mehr oder weniger hyperventilierende Jugendliche, 18 Mädels, 2 Jungs. Alle aus verschiedenen Orten Bayerns und alle mit einem Ziel: Kanada.

Mittlerweile bin ich 6 Wochen hier und blicke schon auf eine sehr interessante Zeit zurück. Meine Austauschpartnerin, die bereits letztes Jahr 3 Monate in Deutschland mit mir verbrachte, zeigt mir ihr Leben in Kanada. Hier ist alles sehr anders: Die Umgebung, das Schulsystem, die Lebensweise… einfach die Kultur. Und das macht es wahnsinnig aufregend.

Das Schulsystem
Da wäre zum Einen die Schule, die sehr stark an einen amerikanischen High School-Film erinnert. Das System der Spinde, das Fahren im typisch gelben Schulbus, das fast freundschaftliche Verhältnis zu den Lehrern… Genauso spannend wie das verstärkte Auftreten von den unterschiedlichsten Menschen. Schüler unterschiedlicher Herkunft oder sexueller Orientierung genießen hier außerordentliche Toleranz, viele Kulturen treffen hier aufeinander. Da die Klassen von Jahr zu Jahr wechseln, hat eigentlich jeder hier einen sehr großen Bekanntenkreis und obwohl die Schule mit über 2000 Schülern allein im Hauptgebäude sehr groß ist, herrscht hier das Jeder-kennt-Jeden-Prinzip.

Die Schule dauert von 9.10 Uhr bis 16.10 Uhr. Es gibt vier Schulstunden à 1 Stunde 15 Minuten. Dazwischen gibt es immer Pausen von 15 Minuten und die große Mittagspause natürlich, die eineinhalb Stunden dauert. Diese verbringt man in der riesigen, schulinternen Bibliothek, in einem großen Gemeinschaftssaal mit Schülerradio, bei den unterschiedlichsten Sport- und Kulturangeboten oder in der internen Schwimm- bzw. Sporthalle. Sein Mittagessen nimmt man in der Cafeteria ein oder man wärmt Selbstmitgebrachtes in einer der vielen Mikrowellen auf, die bereitstehen.

Das Schulsystem macht hier wirklich großen Spaß. Auch die Tatsache, dass es hier keine überraschenden Stegreifaufgaben gibt, sondern immer nur angekündigte Tests, wäre für uns deutsche Schüler sicher purer Luxus. Außerdem geht man hier vielen Projekten nach. In fast jeden Fächern muss man ständig verschiedenen Arbeiten wie Referaten, Gruppenarbeiten, Präsentationen, Bauprojekten nachgehen. Hierbei fließt viel Freizeit mit rein, die Schüler arbeiten auch am Wochenende und machen nebenher auch reguläre Hausaufgaben. Nichtsdestotrotz bevorzugt meine Austauschschülerin ihr Schulsystem und ich kann ihr da absolut zustimmen: Es ist auf jeden Fall vielfältiger, der anstrengende Schulalltag hier.

In der nächsten Folge meiner Kolumne verrate ich euch ein wenig über die Lebensweise und das Familienleben hier in Québec.

Autorin / Autor: kaya - Stand: 28. März 2011
 
 

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