Facebook-No-Gos

Über Facebook als neues Tagebuch, enthusiastische Gefühlsdarlegungen etc.

Facebook-Wütige kennen kein Pardon: 24 Stunden online = 24 Stunden Spam! Ein Großteil der Nutzer ist jetzt sogar permanent mit dem Handy auf dem sozialen Netzwerk "on", um weltbewegende Aussagen wie „Angepisst!!“ zu tätigen. Facebook ist offensichtlich für viele Nutzer zum zentralen Lebensziel geworden. Hier ein paar der schlimmsten Facebook-Nerv-Attacken.

Spielanfragen
Täglich bekommt man sie zugeschickt: Spielanfragen. The Ville, SimCity Social, Bubble Island, Mall World, FarmVille und viele, viele mehr. Das ist es, womit sich die Leute ihre Zeit vertreiben. Insgeheim. Und damit sie sich nicht fühlen, als wären sie die einzigen Spieler, schicken sie Anfragen an alle ihre „Freunde“.

„Facebook ist mein Tagebuch“
Es gibt doch tatsächlich Menschen, die teilen der ganzen Welt per Foto oder Statusmeldung mit, was sie zurzeit essen. Sei es eine Ladung Fritten oder ein Vier-Gänge-Menü. Außerdem sehr gefragt: Gefühlsäußerungen wie „Es geht mir soo toll!“ oder „Ich hasse euch alle..!“. Dann wird kommentiert und diskutiert. Facebook ist für viele Leute zum Tagebuch geworden. Vielleicht wissen sie auch einfach nicht: Das Internet vergisst nie. Egal, was man löscht oder was aktuell nicht zu sehen ist: Gespeichert ist alles.

Fotos-im-Spiegel-mit-Fotohandy-mach-Menschen
Einige Nutzer des Netzwerks haben auch Profilbilder, auf denen sie sich selbst mit ihrem Fotohandy im Spiegel fotografieren. Oft sind diese Fotos noch verwackelt, unscharf oder verschwommen. Aber egal – für das Tagebuch muss man ja nicht perfekt aussehen…

„Freunde“
Mit Facebook-Freunden ist das so eine Sache. Hat man zu wenige, gilt man als unbeliebt, hat man zu viele, wird man als jemand angesehen, dem wahre Freunde nicht wichtig sind. Nun ja, man kann es nie allen Recht machen, aber einige übertreiben es schon eindeutig: 700 Freunde? Und die kennst du alle persönlich? Na, da werden deine Partys ja immer zum Riesen-Event.

Die Einzelgänger
Es gibt User, die können einem leidtun. Sie kommentieren als einzige ihre eigenen Beiträge, drücken auf den Gefällt-Mir-Button, wenn sie selbst etwas mit der Öffentlichkeit geteilt haben, und sind auch sonst eher in ihrer eigenen Welt.

Inzest
Mal ehrlich: Wenn ihr schon euren Beziehungsstatus auf Facebook ändert, denn überprüft doch bitte noch mal kurz die Liste eurer sogenannten „Geschwister“. Viele markieren ihre Freunde unter ihrer Verwandtschaft. Das ist auch nicht schlimm, peinlich wird es allerdings, wenn man in einer Beziehung mit der Schwester oder dem Bruder ist. Wie kommt’s? Ist das tatsächlich wahr?!, wird sich da der Chef fragen, nachdem er die Party-Fotos untersucht hat. Also bitte, bitte vorher kontrollieren.

Deutsche Sprache – Schwere Sprache
Es ist doch wirklich tragisch, wie viele Deutsche ihre Sprache durch Facebook verlernen. Es gilt wohl seit einiger Zeit das Motto: „Kein Deutsch können ist cool“. Ein Beispiel gefällig? Ich zitiere: „oh nein wiesüss!!!!!!!! ♥ danke mauus ♥ ich dich doch auch und ivch dankedir auch für all die geile zeit ♥ ♥“. Für ein cooles neues Sprachbewusstsein bitte das Folgende beachten: Alles klein schreiben, viele Wörter verbinden und Buchstaben doppeln. Optimiert man das Ganze, ersetzt man auch „b“ durch „p“ und „ei“ durch „ai“, sowie andere kreative Dinge, für die Ideenreichtum vorausgesetzt wird. Hierbei darf man sich so richtig austoben!

Like und ich sage dir, wer du bist
Weißt du nicht, wer du bist? Hast du überlegt, Selbstfindungsseminare zu besuchen? Nichts leichter als das, dann like doch einfach auf Facebook zahlreiche Beiträge wie: „Like und ich sage dir: Du bist… hässlich/wunderschön/normal/einzigartig/beste/hübsch/süß/nett. Ich will… chatten/telefonieren/schreiben/deine Nummer/eine Beziehung/Freundschaft.“ Wer schon immer Psychologe werden wollte, kann sich hier richtig austoben. 

Poesie
Auf Facebook ist jeder ein Poet. Vorausgesetzt, er postet etwas wie „Perfekt ist der Mensch, der dich wunschlos glücklich macht“. Oder aber: „Der einzige Zwang des Lebens sollte der Tod sein.“ Ach, es gibt so unglaublich viele Menschen, die ihre poetische Ader auf Facebook erst so richtig zeigen können.

Facebook-Fragen
Von einigen Nutzern werden stets Fragen in die Welt hinausgesandt. Ein Klassiker: „Wer gewinnt?“ Da gibt es dann verschiedene Kategorien, beispielsweise „Welches Geburtsdatum gewinnt?“, „Welcher Witz gewinnt?“, „Junge oder Mädchen – wer gewinnt?“, und viele beantworten diese Fragen.

Wir wussten es doch schon immer: Jeder kann ein Model sein
Jedes Mädchen ist eigentlich das hübscheste der Welt. Zumindest auf Facebook. Schnell mal ein bisschen mit dem Bearbeitungsprogramm aufgehübscht, ist jedes Bild „der Knaller“. Und die Kommentare erst. „Kannst du mal aufhören, so hübsch zu sein?“ – „Ohaaa du bist so hübsch Süße!“ – „Du Model du!“ mit vielen Herzen und Küssen.

Anti!
Der Anti-Facebookler: Der einzige Grund, weshalb er noch auf Facebook ist: Die Welt heldenhaft darüber zu informieren, welche Gefahren das Internet birgt. Es ist natürlich nett, dass man nun weiß, weshalb man nicht auf Facebook sein sollte, aber warum ist der Typ Anti dann überhaupt noch auf Facebook? Das ist die große Frage. Diese ist allerdings leicht beantwortet: Um seine Facebook-Freunde "auszuspionieren" natürlich!

Party, Party
Liebe Party-Löwen und -Löwinnen: Es ist ja nett, dass ihr eurem Chef auch etwas zu tun gebt, damit er ein Erfolgserlebnis erfährt, wenn er euch googelt, aber...muss das eigentlich sein? Diese Fotos, auf denen ihr vollkommen dicht oder betrunken in einer Ecke liegt? Die Videos, in denen ihr die Shisha herumreicht? Oder aber die, auf denen ihr halb bekleidet tanzt? Und heutzutage geht das ja auch schon mit 14! Da freut der Chef sich umso mehr, dass er da einen ganz dicken Fisch an der Angel hat...

Was nervt dich am meisten bei Facebook?
  • Absolut kleinesocke, 01.08.2012 15:19
    Ich finde Leute super, die nach wie vor kein Facebook haben und standhaft bleiben... ich denke, das ist sehr schwer wenn alle ständig davon reden und man in dieser "Welt" garnicht drin steckt. Für mich ist Facebook wichtig geworden, weil ich so mit Freunden aus dem Ausland einfacher und vorallem günstiger Kontakt halten kann und man sich nicht "aus den Augen verliert" sondern immer auf dem Laufenden ist, was bei den Freunden am anderen Ende der Welt gerade läuft. Das ist der große Pluspunkt für Facebook, diese internationale Vernetzung.... diese nervigen stündlichen Statusupdates, Spiele und Fototagebücher vermiesen diese Grundidee leider...
  • Super Artikel! jannue, 31.07.2012 17:48
    Alle hängen nur noch da rum und erzählen im wahren Leben nichts mehr über sich, weil es schon auf facebook steht.

    Zu den Antifacebookern:
    Anti heißt gegen, wenn ihr doch noch mitmacht, unterstützt ihr die Seite durch eure Klicks. Wie auch sonst sind die Erfinder so reich geworden? Durch Werbung auf der Seite!

    Ich mache da nicht mit. Die wahren Freunde kennt man trotzdem auch ohne facebook!!
Autorin / Autor: Annika - Stand: 25. Juli 2012
 
 

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