Der niemals endende Wanderweg

Einsendung zum Wettbewerb "Schreiben mit allen Sinnen" von Rebekka, 15 Jahre

Leise ging die gesichtslose Maske an dem alten, verrosteten Zimmer vorbei, nicht einmal das leise Geräusch was dem Piepen eines gerade eingefangenen Vogels glich und so verzweifelt aus einer der dunkelsten Ecken des Raumes zu kommen schien, könnte sie von ihrem niemals endenden Wanderweg abbringen. Das einzige wirklich menschliche an ihr waren die warmen Hände, die so einladend aussahen, wäre doch nur nicht das Gesicht so grausam leer gewesen. Die Figur wunderte sich nicht oder hatte Angst. Sie fühlte weder Schmerz noch Fröhlichkeit. Nur das betäubende Gefühl nicht wirklich zu existieren schien sie wahrzunehmen. Es war, als wäre sie in einem blauen Sog gefangen und würde sie nur lang genug laufen, würde sie durchbrechen und endlich frei sein. Der Gang, den sie entlang schlenderte, wurde immer größer und heller. Die Wände waren komplett kahl, keine Fenster,keine Bilder schmückten sie. Die Maske störte es nicht. Ihr Körper schien wie aus Porzellan, gleichzeitig zu hart aber auch so leicht zu zerbrechen. Nach einer Ewigkeit sah die Figur vor sich eine Tür aus Glas. Durchsichtig, aber trotzdem konnte man nichts hinter ihr erkennen. Sie zögerte nicht, streckte die Hand aus und öffnete die Tür.

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Autorin / Autor: Rebekka, 15 Jahre