Immer online in der Zeit von Smartphones, Tablets und Co

Immer online heißt immer beschäftigt

Ein ganz normaler Schultag

06.00 Uhr Der Handy-Wecker klingelt. Verschlafen drehe ich mich zu meiner laut piependen Anlage um, greife nach meinem Handy, wische über den Schlummer-Button und schlafe mit dem Kopf auf dem Handy wieder ein.
Fünf Minuten später surrt mein Handy wieder, diesmal aber hartnäckig unter meinem Ohr. Jetzt aber schnell duschen. Mit dem Smartphone in der Hand schlurfe ich ins Bad, und wärend ich mir  verschlafen meine Agen reibe, check ich erstmal alle Nachrichten und Newsletter, die ich im Laufe der Nacht bekommen habe.
06.20 Uhr Okay, mit dem Duschen bin ich fertig. Vielleicht interessiert das ja meine Freunde. Ich schnappe mir mein Handy und schicke ihnen ein Bild über Snapchat. Klasse, die wissen jetzt auch Bescheid.
06.25 Uhr Schnell anziehen und Tasche packen... Neeee, ohne Musik ist das viel zu langweilig. Voll in meine Morgenroutine vertieft, schnappe ich mir meinen Ipod und verbinde ihn mit der Bluetooth Station. Und schon tönt meine Lieblingsmusik durchs ganze Haus und das Packen fällt mir leichter.
06.45 Uhr Mmhhh! Zeit fürs Frühstück. Meiner Mutter gefällt es nicht, mich so viel am Handy zu sehen, also bleibt das in meinem Zimmer. Naja, sind ja nur 15 Minuten.
07.00 Uhr Nochmal kurz auf dem Tablet gucken, ob auch alle Mails gelesen sind... Ach nur Skype und Youtube, die können direkt in den Papierkorb. Na dann kann ich ja los zur Schule.
07.20 Uhr Tausend Whatsapp und Telegram Nachrichten bombardieren mich. Anfragen nach Hausaufgaben, Geschichten über die Träume der letzten Nacht (die man eigentlich garnicht wissen wollte - passiert halt, wenn man im Klassenchat ist) oder die Bitte, die spätere Bahn zu nehmen, weil die erste zu voll ist.
07.50 Uhr Okay, bevor der/die LehrerInn kommt, schnell noch mal auf Facebook und Instagram die neusten Bilder liken und dann ab in die Klasse.
Während der Schule ist die meiste Zeit Funkstille, auch wenn ab und zu mal ein paar Nachrichten über die Aufgaben unterm Tisch, über Handy augetauscht werden.
09.30 Uhr Große Pause! Ich geh in den Mittelstufenraum um mit meinen Freunden zu kickern, einfach zu entspannen oder für den nächsten Test zu lernen. Im Eingang musss ich mich erstmal an (gefühlt 1000) 7. Klässlern vorbei drängen, die alle guten Plätze besetzt haben  und mit ihren Smartphones Angrybird oder Ähnliches (so richtig brutale Ballerspiele) spielen.
13.15 Uhr Puh! Schluss! kurzer Anruf bei Mama. "Bist du schon zuhause?" "Nein!" und schon wieder aufgelegt. Zuhause mach ich mir erstmal was zu essen und setz mich aufs Sofa. Gemütlich ist es auch mal ohne Smartphone, aber die Nachrichten verlocken schon und ich guck häufig mal drauf.
15.00 Uhr Hausaufgaben. Aber wirklich konzentrieren geht auch nicht, dafür ist die Musik einfach zu laut. Aber wofür gibt es zuverlässige Klassenkameraden, die ihre Lösungen immer schon eine halbe Stunde nach Schulschluss in den Hausaufgabenchat schicken.

Langsam vergeht der restliche Tag. Ab und zu mal Klavier spielen, aber hauptsächlich am Computer sitzen, Serien gucken und dabei auf dem Handy Candycrush (oder was auch immer) zocken, oder mit Freunden texten. Das ist irgendwann auch nicht mehr so spannend, aber ohne fühlt man sich ausgeschlossen.
20.15 Uhr Wuhuh! Heute ist Donnerstag. Das heißt es läuft Germanys next Topmodel und tratschen mit Freunden ist angesagt. Natürlich online!Die kompletten 2 Stunden wird abwechselnd aufs Handy und auf den Fernseher geguckt.
22.35 Uhr Germanys ist vorbei und ich bin echt müde. Ich mach mich bettfertig und bin schon fast eingeschlafen, da fällt mir ein, dass ich mir für morgen noch meinen Wecker stellen muss.

Den ganzen Tag Online kann echt anstrengend sein. Heute vergeht bei den meisten Jugendlichen keine halbe Stunde ohne auf das Handy zu gucken. Ich geb zu, ich gehöre auch dazu, aber ich weiß nicht warum. Ich glaub es ist heutzutage einfach komisch, nicht "handysüchtig" zu sein. Ich bin mir sicher, dass viele Jugendliche von dieser Sucht betroffen sind, oder sich ihr annähern ohne etwas zu merken. In der Bahnn, Schule, Arbeit und überall ist das Smartphone in der Tasche oder in der Hand und die Nachrichten prasseln darauf ein. Sogar FahradfahrerInnen sieht man mit Stöpseln im Ohr zur Musik wippen.

Dass dieser Handy-Wahn immer mehr zunimmt, konnte man in den letzten Jahren deutlich erkennen. Bis vor 4 Jahren waren Smartphones in den Händen von 10-15 Jährigen selten bis gar nicht gesehen, und mittlerweile hat fast jeder 5. Klässler ein Iphone oder ein anderes Smartphone. Wer keins hat, ist uncool und bekommt nichts mit. Aber stimmt das überhaupt? Die meisten Nachrichten, die ich bekomme, sind total unnötig, und wenn es etwas wichtigeres gibt, kann man dann nicht einfach anrufen? Das geht eh viel schneller und man muss sich nicht die ganze Zeit damit beschäftigen, unzusammenhängende Texte zu schreiben und zu warten, dass der andere sie gelesen hat.


Autorin / Autor: Laura - Stand: 5. März 2015
 
 
 

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