Du bist hässlich? Glückwunsch!

Missanthrop erklärt, welche Vorteile es hat, nicht ins Schönheitsideal zu passen.

Schöne Menschen haben es leichter. Es gibt etliche Studien, die belegen, dass schöne Menschen in vielen Bereichen des Lebens bevorzugt behandelt werden. Trotzdem bin ich genervt davon, dass „Hässlichkeit“ (also das Nicht-Entsprechen der gängigen Schönheitsideale) von den meisten ganz selbstverständlich als etwas Negatives betrachtet wird. „Du bist hässlich!“ wird unbedingt als Beleidigung gesehen und nie als die objektive Feststellung, dass halt jemand nicht dem Schönheitsideal entspricht, was doch eigentlich gar nichts Schlimmes ist. Um dieser Sichtweise mal ein wenig entgegenzuwirken, habe ich mich mit der Frage befasst, welche Vorteile es hat, hässlich zu sein.

Hier ist mein Ergebnis:

  • Wiedererkennungswert:
    Experimente haben gezeigt, dass der Durchschnitt aus vielen Gesichtern als besonders schön wahrgenommen wird. Im Klartext: Je schöner du bist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass du ein total langweiliges Durchschnittsgesicht hast. Hässlichkeit dagegen steht für Aufregendes, für Abenteuer und Einzigartigkeit. Ein hässliches Gesicht hat Wiedererkennungswert und das ist doch ne gute Sache, oder?
  • Ehrliche Leistung:
    Schöne Menschen haben es leichter. Dafür können hässliche Menschen sich ihre Lorbeeren ehrlich erarbeiten. Eine viel bessere Sache, wenn ihr mich fragt. Und wenn sich jemand in euch verliebt, dann tut er es wegen eurer inneren Werte. Folglich müsst ihr auch keine Angst davor haben, verlassen zu werden, wenn ihr mal nicht mehr schön seid.
  • Treue:
    Studien belegen, dass hässliche Menschen treuer sind. Das liegt zwar in erster Linie daran, dass sie einfach weniger Gelegenheiten zum Fremdgehen haben, aber na ja... irgendwie ist es doch trotzdem eine gute Sache.
  • Ruhe:
    Als hübsches Mädchen wirst du ständig an jeder Straßenecke angebaggert. Und die wenigsten der Verehrer sind hübsche Jungs, bei denen man sich darüber freut. Um eine schöne Frau anzusprechen, braucht man(n) nämlich entweder Mut (den viele sich erstmal antrinken und dadurch besoffen und nervig sind) oder ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein (bei den meisten Kerlen wiederum ZU ausgeprägt). Kurz: Du wirst ständig angebaggert, aber zu 90% von Besoffenen und Machos. Ist doch total nervig!
  • Innere Werte:
    Klar – jeder Mensch, egal ob schön oder hässlich, hat innere Werte. Das Problem ist aber, dass wir in einer Gesellschaft voller böser Vorurteile leben und ein besonders weit verbreitetes ist, dass ein hübsches Gesicht weniger an inneren Werten zu bieten hat. Als hässlichem Menschen wird dir daher automatisch auch etwas mehr zugetraut. Die meisten Leute werden dich für netter, intelligenter und tiefgründiger halten.
  • Neider:
    Hübsche Menschen, ganz besonders hübsche Mädchen, haben immer auch viele Neiderinnen. Egal, wie nett du bist. Egal, wie sehr du beteuerst, dass du anderen nicht ihren Freund ausspannen willst oder sonstige teuflischen Pläne verfolgst. Es wird immer Mädchen geben, die dich als Konkurrenz sehen und sich von dir bedroht fühlen. Und leider gibt es viele Zicken, die das als Anlass nehmen, dich anzufeinden und ungerecht zu behandeln. Bist du dagegen hässlich, wirst du nicht so schnell als Bedrohung angesehen und viele Leute werden netter zu dir sein.

Also wenn ihr das nächste mal traurig seid, weil ihr euch nicht schön genug fühlt, denkt einfach dran: Hässlich zu sein hat auch seine Vorteile!

Autorin / Autor: missanthrop - Stand: 23. Januar 2014
 
 
 

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