Das Austauschkind

Autorin: Christine Nöstlinger
Illustriert von: Barbara Jung

Das Buch, das sowohl für Kinder wie für Jugendliche passend ist, erschien 1982 im Fischerverlag. Christine Nöstlinger schreibt auf 171 Seiten eine Geschichte über ein Kind, das mit einem englischen Austauschkind Englisch lernen soll. Statt wie geplant Tom, kommt allerdings „sein Bruder“ Jasper zu Besuch. Da er sehr anstrengend ist, muss man die Eltern erst von ihm überzeugen.

Es ist ein Buch, in dem man sich für die Familie schämen kann. Ich glaube, Christine Nöstlinger wollte Familien, Kindern und Eltern damit zeigen, dass jedes Kind auf seine Art anders ist, und dass man jedem Kind eine Chance geben muss. Aus heutiger Sicht wirkt das Buch mit vielen englischen und veralteten Begriff etwas altmodisch, auch wenn einige Wörter extra erklärt werden. Wie um Beispiel „Blechhäferl“. Dennoch kann man als Kind manches nicht verstehen, was ich schade finde.

Insgesamt hätte mir ein happy end besser gefallen, da es eh schon schwierig ist, das Buch mit dem vielen „Fremdschämen“ durchzulesen. Man wünscht sich dann auch einen positiven Ausgang, also dass dann doch alles gut geht. Inhaltlich war es für mich auch schwierig auszuhalten, dass die Hauptfigur zwischenzeitlich ihre Großmutter nicht mehr mag.

Ich empfehle dieses Buch für größere Kinder ab 10 Jahren, da es aufgrund der Sprache nicht einfach zu verstehen ist. Man könnte es gut in der Schule lesen, was ja sehr oft gemacht wird, da man hier gemeinsam darüber sprechen kann, vor allem über das Verhalten der Hauptfigur und die Reaktionen der Familie.


*Erschienen bei FISCHER Sauerländer*

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Autorin / Autor: Elisabeth - Stand: 22. Januar 2026