Das Geheimnis im Reitstall

Beitrag zum Schreibwettbewerb echt? jetzt! von Anika Pfeiffer, 12 Jahre

Es war kurz vor Mitternacht. Jill und Ella schlichen sich mal wieder zu dem alten und verlassenen Reitstall. Er steht seit 3 Wochen leer, da der Besitzer weggezogen ist und seine Pferde verkauft hatte. Nun standen nur noch Sunny und River in dem alten heruntergekommenen Stall. Doch der Transporter, der die Tiere abholen soll, kommt schon in 2 Tagen. Und dann würden die Zwillinge ihre Pferde nie wieder sehen.
In den letzten beiden Boxen standen Sunny und River. Sie wieherten leise, als sie Jill und Ella sahen. Jill ging zu Sunny und streichelte ihr sanft die Nüstern. Sie flüsterte
„Wir lassen euch nicht gehen“ Plötzlich erklang ein lautes Brummen und ein Scheinwerfer fiel durch die kaputten Stallfenster. „Aber er sollte doch erst übermorgen kommen“ rief Jill erschrocken. Für ein paar Sekunden war komplette Ruhe im Reitstall. Bis … bis Ella leise seufzte. Sie ging zu River und streichelte ihr über ihre weiße Blesse auf seiner Stirn. Eine Träne lief ihr über die Wange.
Von draußen ertönte eine Männerstimme: „Was macht ihr da drin? Hier ist es gefährlich für kleine Kinder“ rief er von draußen mit rauer Stimme. „Das ist er der neue Besitzer“ flüsterte Jill so leise, wie es ging. „Hallo ich rede mit euch“, rief er empört. „Nein wir wollen nicht, dass Sie unsere Pferde mitnehmen“, riefen die beiden.
Auf einmal hörten sie ein lauten Holzknarzen und ein Balken löste sich von der Decke und fiel vor River´s Box. Plötzlich herrschte Panik im Stall. Die Pferde wurden unruhig und wieherten aufgebracht. Ein Dachziegel fiel vor Ella`s Füße. „Wir müssen hier raus“, rief Jill aufgebracht. Schnell holten sie Sunny und River aus den Boxen.
….noch ein Ziegel fiel herunter und sie rannten hinaus. Sobald sie draußen waren, viel der ganze Stall zusammen. Sie rannten und rannten und rannten. Plötzlich blieb Jill stehen und Ella blieb ebenfalls stehen. Sie drehten sich um und sahen die Trümmer hinter sich. Der Besitzer rannte zu Ihnen. Die Pferde hatten sich beruhigt und grasten zufrieden. „Ihr liebt diese Pferde sehr stimmts?“ fragte er. Er erklärte den Mädchen, dass ihre Pferde nicht verkauft wurden, sondern nur auf einen anderen Hof gebracht werden, der 20 Kilometer entfernt ist.“ Der Hof dort hat mehr Platz für eure Pferde“, sagte er. Erleichtert atmeten die Zwillinge auf und nickten mit Tränen in den Augen. Als er den Mädchen versprach, dass sie ihre Pferde jedes Wochenende besuchen dürfen, verabschiedeten sie sich mit Tränen der Freude in den Augen.
Zusammen führten sie River und Sunny in die Transportbox. Diesmal ohne sich zu verstecken.

Autorin / Autor: Anika Pfeiffer