Lebendig
Beitrag zum Schreibwettbewerb echt? jetzt! von Charlotte Klockenhoff, 19 Jahre
Wann fühlst du dich, als wärst du am Leben?
Ist es, wenn Wind dabei ist durch deine Haare zu wehen?
Fühlst du es, wenn die Regentropfen dein Gesicht küssen?
Oder fühlt es sich an als wär‘s nicht leben, sondern müssen?
Ist Lebendigkeit eine Einheit, um die Zeit zu beurteilen, in der man gehörte zu den unter den Lebenden weilenden.
Wenn das so ist, dann sollten wir alle aufhören, so durch das Leben zu eilen.
Denn ich spüre, dass ich ein Teil dieser Erde bin, wenn ich Momente nicht nur erlebe, sondern wirklich fühle, ich im Moment drin bin, mit allen 5 Sinn.
Dann spürt man, wie all diese Sinne dafür sorgen, dass Gefühle aufwühlen und das simple Lachen eines glücklichen Kindes einen bringt zum Fühlen.
Sind das nicht Momente, für die man lebt.
Augenblicke, in denen man versteht.
Sekunden, die ein Leben verändern können.
Hals über Kopf Entscheidungen trifft, ohne sich die Zeit zu gönnen.
Denn statt all dem Ansehen rennen wir Erlebnissen hinterher und hoffen die Videos machen es den anderen viel weniger schwer.
Leichter zu sehen, wie lebendig man ist.
Ständig auf der Suche, wo du bist, was du isst, und man anfängt Momente zu verwenden als List.
Von einem Erlebnis zum andern, als würde man nur zwischen Likes und Reichweite herumwandern.
Und Likes und Klicks sind nur da zum Fühlen des nächsten Kicks.
Aber was ist mit dem worum es eigentlich geht?
Oder ist das auf Social Media das, wo für man jetzt lebt?
Warum vermarkten Menschen jetzt ihr ganzes Leben, als würde es nichts Wichtigeres geben?
Wir sollen eigentlich nur unser Sein erleben.
Lässt es einen lebendig fühlen, wenn man sieht, dass andere an einem Interesse haben und alle das gleiche Leben leben und ständig nur Trends nachjagen?
Geht’s nicht nur darum, man selbst zu sein oder ist das genau das, was so viele lässt fühlen so allein?
Dann bin ich lieber ich selbst und auf mich gestellt als falsch lebendig in dieser Welt.
Denn ich will spüren, wie der Regen meine Wangen küsst,
Will alles fühlen was dieses Universum auslösen kann,
Will sehen jeden Kontinent jedes Land,
Und schmecken all diese unterschiedlichen Küchen,
Will wissen wie es ist zu wollen und nicht müssen.
Will nicht mehr nur starren gegen eine Wand
Und nicht mehr warten auf das wann, sondern können sagen dann.
Ich will erleben, wie das Leben ist,
Und nicht eine sein, die beim Leben Lebendigkeit vergisst.
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Autorin / Autor: Charlotte Klockenhoff