Der Tag, an dem mich alle suchten

Beitrag zum Schreibwettbewerb echt? jetzt! von Akshaya Vijayaratnam, 13 Jahre

Als ich dreieinhalb Jahre alt war, waren meine Mutter und ich in einem Klamottenladen in Italien. Meine Mutter schaute sich die Kleidung an. Währenddessen ging ich langsam immer weiter, bis ich am anderen Ende des Ladens war. Dort ging ich in eine Umkleidekabine und zog den Vorhang zu.

Meine Mutter bemerkte irgendwann, dass ich nicht mehr bei ihr war. Sie dachte ich spiele verstecken mit ihr und hat zwischen Klamotten gesucht als sie mich nicht fand bekam Panik und fing an, mich nochmal zu suchen und rief dabei meinen Namen– natürlich erst einmal nur in ihrer Nähe. Auf die Idee, am anderen Ende des Ladens zu suchen, wäre sie wahrscheinlich nie gekommen. Als sie mich nicht fand sagte sie schnell den Mitarbeiterinnen Bescheid. Die schlossen den Laden, damit ich nicht einfach nach draußen laufen konnte, während sie irgendwo anders nach mir suchten.

Und so suchten auf einmal alle Mitarbeiterinnen nach mir.

Meine Mutter fand mich schließlich in einer Umkleidekabine.

Und was machte ich dort?

Ich tanzte fröhlich vor dem Spiegel und aß dabei Chips.

Meine Mutter nahm mich sofort ganz fest in den Arm, küsste mich und hob mich hoch. Danach fuhren wir direkt nach Hause.

Bis heute lachen wir beide darüber. Während meine Mutter damals völlig verzweifelt nach mir gesucht hatte, hatte ich in der Umkleidekabine offenbar einfach meinen Spaß.

Autorin / Autor: Akshaya Vijayaratnam