Rotkohl
Beitrag zum Wettbewerb "Kunstwerk Chemie" von Karolin, 26 Jahre
Erläuterung zum Bild
Das Ziel des Beitrags war die Verwendung von alltäglichen Haushaltsmitteln mit Rotkohlsaft als Indikator für bunte Farben, um zu demonstrieren, wie Chemie unseren Alltag bunter macht. Die verwendeten Malfarben bestehen ausschließlich aus Wasser, Rotkohl, Essigessenz und Waschpulver.
Material:
Rotkohl, Wasser, Essigessenz, Tandil Colorwaschpulver, Edelstahl-Kochtöpfe, Siemens Herd mit Elektrokochfeld
Methode:
Der zerkleinerte Rotkohl wurde etwa 15 Minuten in Wasser ausgekocht, um Rotkohlsaft zu extrahieren. Durch weiteres Kochen wurde der gesiebte Saft eingedickt. Während des Kochens und Malens wurden Essigessenz und Waschpulver zu Farbproben hinzugefügt.
Erkenntnisse:
1. Saures Milieu (Essigessenz):
Rotkohlsaft wird rot in wässriger Lösung, trocknet auf Papier aber bläulich aus (vgl. Abb. 2).
2. Alkalisches Milieu (Waschpulver): Farbe wird grün und bleibt auch nach dem Trocknen auf Papier erhalten (vgl. Abb. 2).
3. Rotkohlsaft mit Essigessenz bis zum Karamellisieren einkochen führt zu Rostbraun trocknender Farbe.
Warnung: WG-Mitbewohner schätzen diesen Einkochvorgang nicht, da er zu Essiggeruch-Entwicklung und Anbrennen der Substanz führt.
4. Puren Saft bis zum Karamellisieren einkochen ergibt dunkelviolette Farbe.
5. Karamellisierte Farben trocken nach Wiederanlösen mit Wasser glänzend und klebrig auf Papier, während unkaramellisierte, wässrige Farben matt trocknen.
Farbproben des Rotkohlsafts auf Malpappe in verschiedenen Verdünnungsgraden mit verschiedenen Zusätzen (Spülmittel, Waschpulver, Essigessenz) und Herstellungsverfahren (flüssig, eingekocht bis zum Karamellisieren) wenige Minuten nach dem Farbauftrag ([a]) und 10 Tage später ([b]). „Ee“ = Essigessenz.
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Autorin / Autor: Karolin