Wissen geht durch den Magen

Die Klasse 7 b am Rhein-Sieg-Gymnasium in Sankt Augustin beschäftigte sich zwei ganze Projekttage mit dem ökologischen Fußabdruck unseres Essens und sammelte Ideen zu einer klima- und umweltfreundlichen Ernährung der Zukunft

Im Februar 2026 untersuchten die Schüler:innen der Klasse 7b am Rhein-Sieg-Gymnasium in Sankt Augustin mit den Workshopleiterinnen Julia Eisenbarth und Juna Schmidt verschiedene Aspekte zum ökologischen Fußabdruck unserer Ernährung. Ausgangspunkt war die Überlegung, dass klimafreundliche und zukunftsweisende Ernährungsweisen auch davon abhängen, wie viele noch gute und essbare Lebensmittel weggeworfen werden, bevor sie gegessen oder verarbeitet werden konnten, wie viele tierische Produkte wir essen, wo sie herkommen und wie die Tiere gehalten wurden, wie die Lebensmittel, die wir kaufen verpackt sind und wie weit sie transportiert werden mussten, um bei uns im Supermarkt anzukommen. Dazu erarbeiteten sich die Schüler:innen im Stationenlernen die Grundlagen.

Filialleiter Patrick Theil gibt den Schüler:innen eine Einführung

Um diese Fragen auch praktisch unter die Lupe zu nehmen, besuchte die Klasse am ersten Workshoptag einen LIDL-Markt und den Biomarkt Vier Jahreszeiten und verglich das Warensortiment anhand verschiedener Kriterien wie Regionalität, Saisonalität, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Filialleiter Patrick Theil gab den Schüler:innen außerdem noch vertiefendere Einblicke in den Biomarkt, indem er ihnen Rede und Antwort in vier verschiedenen Interviews stand (siehe unten). Und um das Wissen um nachhaltige Lebensmittel auch sinnlich zu erfassen, gab es eine überraschende Einladung zu einem köstlichen Bio-Mittagstisch. (Vielen Dank an den Biomarkt!)

Besuch der Veganen Fleischerei

An Tag 2 wurden nicht nur die Eindrücke der Exkursionen festgehalten und verglichen, sondern es kam auch Besuch aus Köln: Saskia Kiesewetter, Filialleiterin der "Veganen Fleischerei" hielt einen Vortrag über die Umweltverträglichkeit veganer Fleischalternativen. Dabei ging sie auch auf stereotype Vorbehalte gegenüber veganer Ernährung ein und lud die Schüler:innen ein zu kontroversen Diskussionen.
Und um die letzten Vorurteile zum Beispiel über den Geschmack einer veganen Wurst zu zerstreuen, hatte Saskia Leckereien zum Probieren mitgebracht, die in der Küche gemeinsam gebrutzelt und anschließend gegessen wurden.

Saskia Kiesewetter von der Veganen Fleischerei brät mit Schüler:innen Würstchen und Leberkäse

Die Zukunfts-Speisekarte für die Mensa

Zum Abschluss wurde es dann nochmal kreativ: die Schüler:innen entwarfen Wunschzettel und Menükarten für ihre Mensa, die sie sich gegenseitig vorstellten. Dabei wurden sowohl Nachhaltigkeitsaspekte wie saisonales Obst und Gemüse oder kurze Transportwege in den Vordergrund gestellt, aber auch gefordert, dass das Essen allen schmeckt ;-).

Fazit

Die Schüler:innen bekanmen eine Einblick, welche Ernährungs- und Kaufverhalten theoretisch und praktisch einen negativen Einfluss auf den ökologischen Fußadruck unserer Ernährung haben und welche Angebote in den Märkten zur Verfügung stehen, um die Ernährung klima- und umweltfreundlicher und damit zukunftsfähiger zu gestalten.

Interviews mit Patrick Theil vom Biomarkt Vier Jahreszeiten

Schüler:innen fragen zum Thema Verpackungen

Schüler:innen fragen zum Thema Biofleisch und vegane Produkte

Schüler:innen fragen zum Thema Siegel

Schüler:innen fragen zum Thema Transport

Unterrichtsmaterialien zum Download

Zukunft auf dem Teller

Der Workshop fand statt im Rahmen des Bildungsprojekts "Zukunft auf dem Teller", das gefördert wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: Februar 2026