Einfach mal weglassen

Umfrage zum Fasten: Drei Viertel der unter 30-Jährigen finden bewussten Verzicht sinnvoll

Wer ausgiebig Karneval oder Fasching gefeiert hat und christlichen Bräuchen folgt, für den oder die beginnt nun die Fastenzeit, die sich bis Ostern hinzieht. Aber macht das noch jemand? Über 40 Tage Verzicht üben? Offenbar ja, denn wie ein aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit herausfand, liegt Fasten besonders bei jungen Menschen in Deutschland im Trend. 76 Prozent der unter 30-Jährigen finden einen Verzicht auf Genussmittel und Konsum sinnvoll. Insgesamt sehen 67 Prozent aller Befragten Fasten aus gesundheitlicher Sicht als sinnvolle Tätigkeit.

Fasten bleibt in Deutschland beliebt. Laut der Umfrage hat hierzulande schon jede:r Zweite öfter über mehrere Wochen auf ein bestimmtes Genussmittel oder Konsumgut verzichtet. Auf der anderen Seite kommt Fasten für ein Fünftel gar nicht infrage. Je älter die Befragten werden, desto weniger können sie sich vorstellen zu fasten.

Beim Fasten würden drei Viertel der Deutschen am ehesten auf Alkohol (77 Prozent) und Süßigkeiten verzichten (72 Prozent). Rund die Hälfte der Befragten würden kein Fleisch mehr essen (54 Prozent) und das Rauchen aufgeben (50 Prozent). 42 Prozent der Bundesbürger:innen würden kein Fernsehen schauen und je gut ein Viertel auf das Smartphone und Internet verzichten (26 Prozent) und das Auto stehen lassen (24 Prozent).

Auf was wird verzichtet? Und wer fastet am ehesten?

Alle, die jünger als 30 sind, würden am ehesten auf Fleisch verzichten. Aber auch beim Rauchen (58 Prozent), Fernsehen (46 Prozent) und der Internetnutzung (30 Prozent) liegen die Fasten-Ambitionen der Jüngeren über dem Bundesschnitt.

Die ältere Generation setzt dagegen weniger auf Fleisch-Verzicht als die Jungen: Nur knapp die Hälfte der über 60-Jährigen würden weniger Fleisch essen (48 Prozent). Auch beim Rauchen (40 Prozent) und Fernsehen (26 Prozent) ist die Fasten-Bereitschaft bei den Älteren deutlich geringer als bei jungen Menschen.

Nach einem spürbaren Rückgang der Beliebtheit im vergangenen Jahr, ist Digital Detox, also eine digitale Auszeit, wieder populärer. Gut ein Viertel der Befragten würden beim Fasten am ehesten auf das Internet, das Smartphone, Spielekonsolen, den Computer oder ähnliches verzichten (26 Prozent). 2023 waren es nur 19 Prozent. Als Gründe für Digital Detox werden vor allem der Wunsch nach weniger Stress, mehr Zeit für sich selbst und wichtige Aufgaben, die die gesamte Konzentration erfordern, genannt.

Die Fastenzeit ist Teil der christlichen Religion und umfasst ein Zeitfenster von 46 Tagen vor Ostern. Neben 40 Fastentagen stehen sechs fastenfreie Sonntage. Die Fastenzeit 2024 begann am Aschermittwoch, also am 14. Februar. Sie endet am 30. März am Ostersamstag.

Für die repräsentative Forsa-Umfrage zum Thema Fasten wurden 1.005 Personen ab 18 Jahren vom 6. bis 9. Februar 2024 im Auftrag der DAK-Gesundheit online befragt.

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Autorin / Autor: Pressemeldung/ Redaktion - Stand: 19. Februar 2024