Gentechnik in der Landwirtschaft
Merle1990 hat ein paar interessante Informationen über die Entwicklung der Gentechnik zusammengestellt
Es ist so, dass auf dem Etikett von Lebensmitteln oder auch auf der Speisekarte von Restaurants die Zutaten, die genmanipuliert sind, gekennzeichnet werden müssen. Aber weil Verbraucher, also viele von uns in Deutschland diese genmanipulierten Produkte ablehnen, sind sie zum Glück kaum in den Supermärkten anzufinden. Allerdings gibt es auch Produkte, die indirekt genmanipuliert sind. Nämlich solche Produkte wie Eier, Milch und Fleisch.
*Wie das geschieht?*
Nun ja, für die Produktion von tierischen Produkten landen noch immer massenhaft Gen-Pflanzen in den Futtertrögen von Kühen, Schweinen und Hühnern, somit auch indirekt im Frühstücksei, in der Milch oder im Steak (so Greenpeace). Jedoch müssen diese Produkte nicht gekennzeichnet werden. Der nächste Schritt ist dann, dass die Verarbeitung gentechnisch veränderter Zutaten den weltweiten Anbau von Gen-Pflanzen fördert und somit auch die damit verbundenen Gefahren. Schrecklich finde ich, dass sich genmanipulierte Pflanzen unkontrolliert in der Umwelt ausbreiten und so schließlich das gesamte Ökosystem durcheinander bringen. Denn wenn sie erst einmal in die Umwelt ausgesetzt wurden, gibt es kein Zurück mehr. Durch Pollenflug oder durch Insekten übertragen sie schließlich ihre Eigenschaften auf herkömmliche Pflanzen.
*Öko-Bauern werden geschädigt...*
Besonders erschreckend ist auch folgendes Beispiel von Gentechnik in der Landwirtschaft: In Kanada hat sich Gen-Raps mittlerweile flächendeckend ausgebreitet, weshalb Öko-Bauern ihren Raps-Anbau aufgeben mussten. Außerdem stellen Gen-Pflanzen eine Gefahr für das ökologische Gleichgewicht dar. In Pflanzen eingebautes Insektengift tötet nämlich die nützlichen Insekten, während die schädlichen gegen das Gift unempfindlicher werden. Auch Unkräuter werden unempfindlicher und breiten sich immer mehr aus. Das ist schrecklich, denn somit findet eine Vergrößerung des Gifteinsatzes statt.
*...natürliche Pflanzen verdrängt*
Mich schockiert es insbesondere, dass sich die Gen-Pflanzen immer mehr ausbreiten und damit natürliche Pflanzen verdrängen. Schließlich schädigen sie die gesamte biologische Vielfalt. Eigentlich sollte es doch Gesetze geben, die all jenes verbieten. Denn es wird auch Futter ohne Gen-Pflanzen für jede Art von Tierhaltung angeboten, allerdings weigern sich einige Konzerne, Gen-Tierfutter völlig auszuschließen. Vor allen Dingen gelangt die Gentechnik über Gen-Soja-Schrot in das Tierfutter. Außerdem las ich auf der Seite von Greenpeace, dass in Deutschland auf 300 Hektar Gen-Mais in einem Geheimprojekt angebaut wird (was eigentlich nicht nachvollziehbar ist, denn ich denke, dass es kontrollierbar wäre, wenn sich Politiker nur mehr darum sorgen würden) und dieser Mais vermutlich ebenfalls in den Futtertrögen der Tiere landet.
Greenpeace will Kontrollen
Greenpeace hat nun angekündigt, dass sie in Zukunft Maisproben auf Gentechnik untersuchen möchten. Somit würden Imker und Landwirte wenigstens eine schnelle Unterstützung erhalten, wenn sie eine Verunreinigung von Ernte oder Honig durch benachbarte Gen-Maisfelder befürchten. Denn wenn sie die genauen Standorte der Gen-Pflanzen kennen, können sie sich gegen Pollenflug und ungewollte Vermischung von Ernten wehren.
Autorin / Autor: Merle1990