Horrortrip durch Kräuterdroge

"Lava Red" schickt Jugendliche ins Krankenhaus

Als „Raumduftmischung“ oder „Räucherware zum Meditieren“ wird die neue Kräuterdroge „Lava Red“ verkauft – und das ganz legal. Doch hinter diesen harmlos anmutenden Bezeichnungen steckt eine gar nicht harmlose Modedroge. Polizei, Ärzte und Psychologen warnen vor der lebensgefährlichen Kräutermischung, die immer mehr Jugendliche ohne Bedenken rauchen.

Der Nachfolger der Modedroge „Spice“ besteht aus getrockneten pflanzlichen Stoffen, die mit einem künstlichen Cannabinoid besprüht werden. Das Risiko der Inhaltsstoffe ist nicht kalkulierbar, da die Wirkung der einzelnen Bestandteile noch unerforscht ist. Bereits mehrere Jugendliche mussten nach dem Inhalieren der Modedroge ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Symptome: Kreislaufstörungen, Erbrechen, aber auch Herzrhythmusstörungen, Wahrnehmungsveränderungen und Panikattacken. Zudem kann der künstliche Cannabis-Wirkstoff süchtig machen, warnen Ärzte.

Seitdem in Springe zwei 15- und 16-Jährige nach dem Konsum von „Lava Red“ mit Kreislaufstörungen zusammengebrochen sind, ermittelt das Landeskriminalamt in Hannover wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die Anbieter. Die Hersteller profitieren davon, dass die gefährlichen Substanzen so lange erlaubt sind, bis sie von den Behörden entdeckt und in die entsprechenden Anlagen im Betäubungsmittelgesetz aufgenommen worden sind. So kann „Lava Red“ offiziell frühestens ab Ende Januar 2011 verboten werden.

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 14. Dezember 2010