Festtagswünsche am Telefon
Deutsche rufen zu Weihnachten am liebsten an
Trotz twitter, facebook, SMS, E-Cards & Co. - die Weihnachtsgrüße übermitteln die Deutschen immer noch am liebsten per Telefon. Drei Viertel (75 Prozent) gaben bei einer Umfrage an, ihre Verwandten und Bekannten zum Fest anrufen zu wollen. Jede/r Zweite (52 Prozent) plant, Briefe oder Postkarten zu schicken. Jede/r vierte Deutsche (26 Prozent) will Mails schreiben, jeder fünfte (20 Prozent) Kurzmitteilungen per Handy.
Nur jede/r Neunte (11 Prozent) gab an, in diesem Jahr Grüße zum Fest über das Internet zu schicken, beispielsweise in Communitys oder Blogs. Und nur 2 Prozent sind Weihnachstmuffel und verschicken überhaupt keine Weihnachtsgrüße. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.).
„Die meisten jungen Menschen nutzen gleichermaßen klassische wie elektronische Mittel, um ihre Weihnachtsgrüße zu versenden. Mail, Internet und SMS ergänzen den Gruß per Postkarte oder Telefon, aber verdrängen sie nicht“, sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM.
Frauen schreiben, Männer rufen eher an
So ist der Anteil der Briefe- und Kartenschreiber im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Frauen (59 Prozent) schreiben dabei deutlich häufiger als Männer (44 Prozent). Im Vergleich zu den Frauen rufen Männer etwas häufiger an, oder schreiben eine SMS oder Mail.
Die klassischen Weihnachtsgrüße per Post sind zudem bei Personen mit Hauptschulabschluss überdurchschnittlich beliebt: 61 Prozent wollen ihre Glückwünsche auf diesem Weg übermitteln, hingegen nur jeder Zweite mit Realschulabschluss (49 Prozent) oder Abitur (52 Prozent).
Abermals leicht gesunken ist der Anteil der Deutschen, die Festtagsgrüße per E-Mail verschicken. 2008 lag er bei 33 Prozent, im vergangenen Jahr bei 28 Prozent, nun bei 26 Prozent. „Teenager nutzen für Weihnachtsgrüße mittlerweile lieber soziale Netzwerke als E-Mails“, sagte Scheer. So schreiben nur 30 Prozent aller Befragten unter 20 Jahre eine Mail zu Weihnachten – aber 36 Prozent übermitteln Grüße per Web-Eintrag. Bei den Twens steigt der Anteil der E-Mail-Schreiber sogar auf knapp 50 Prozent und nimmt in den darüber liegenden Altersgruppen wieder stetig ab. Nur jeder zehnte Bundesbürger über 60 Jahre verschickt seine Festtagsgrüße per Mail.
Befragt wurden 1003 Personen ab 14 Jahren. Mehrfachnennungen waren möglich. Die Erhebung ist repräsentativ.
Quelle
Autorin / Autor: Redaktion/PM - Stand: 22. Dezember 2010