Mensch im Energiesparmodus
Im Schlaf sinkt der Kalorienverbrauch
Warum schlafen Lebewesen? Weil sie Energie sparen müssen. Das zumindest besagt eine gängige Theorie. US-Forscherinnen von der University of Colorado wollten nun herausfinden, ob das auch auf den Menschen zutrifft und ob und wenn ja wieviel Energie im Schlaf überhaupt eingespart wird.
Zu diesem Zweck steckten sie 7 junge Erwachsene nach einer gewissen Vorbereitungszeit für drei Tage in ein "Kalorimeter". Das ist ein spezieller Raum, in dem der Kalorienverbrauch der darin befindlichen Menschen genau erfasst werden kann. Dort sollten die Freiwilligen zunächst 18 Stunden wach bleiben, dann 8 Stunden schlafen. Darauf folgte ein 40-stündiger Schlafentzug, dann wieder 8 Stunden Schlaf. Die Testpersonen durften lediglich fernsehen, lesen oder reden. Tatsächlich war der Kalorienverbrauch während der Wachzeit deutlich erhöht. Vor allem während der Nacht stieg der Kalorienverbrauch, wenn die Probanden wach bleiben mussten. In den Schlafphasen sank er dann wieder.
Schlafmangel kann aber zu Übergewicht führen
Für die WissenschaftlerInnen ist dies ein Indiz, dass Schlaf tatsächlich unter anderem die Funktion hat, Energie einzusparen.
Wer abnehmen möchte, sollte jetzt allerdings nicht auf die dumme Idee kommen, nachts länger aufbleiben zu wollen. Kurioserweise führt Schlafmangel nämlich nicht nur zu Depressionen und Aggressionen, sondern soll auch zu Übergewicht führen, wie in anderen Studien gezeigt wurde.
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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 7. Januar 2011