Bilder mit Verfallsdatum
Neue Software X-Pire soll Nutzer bei Facebook & Co schützen
Wünscht ihr euch manchmal, dass das peinliche Bild von eurer Tanzeinlage auf der letzten Party auf Facebook restlos wieder aus dem Netz verschwindet? Dass ihr die Spuren, die ihr im Netz hinterlassen habt, einfach ausradieren könnt? Einen solchen digitalen Radiergummi hat der Professor für Kryptographie und Computersicherheit an der Universität des Saarlandes Michael Backes entwickelt. Die Software namens X-Pire, die sich allerdings noch im Beta-Stadium befindet, soll den InternetnutzerInnen ermöglichen, von ihnen im Netz verbreitete Bilder mit einem Verfallsdatum zu versehen. Nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums lösen sich die Bilder dann sozusagen in Luft auf - so der Wunsch des Entwicklers Michael Backes. Die Software wurde am Dienstag von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) vorgestellt, die mit Hilfe solcher Instrumente mehr Verbraucherschutz für InternetnutzerInnen ermöglichen will.
Besser ist: Peinliche Bilder erst gar nicht ins Netz stellen!
Eigentlich eine tolle Idee, kann man doch bereits beim Einstellen eines Bildes dafür sorgen, dass es nicht noch Monate später sein Unwesen im Netz treibt. Leider wird X-Pire allerdings eine kostenpflichtige Software sein, die den AnwenderInnen außerdem so einiges an Eigeninitiative und Technikkompetenz abverlangt. Da sie außerdem keineswegs verhindern kann, dass andere sich einfach einen Screenshot von dem durch die Software verschlüsselten Bild machen, bleibt abzuwarten, ob die Software für die NutzerInnen wirklich eine praktikable Lösung ist. Besser ist es da doch, Bilder mit fragwürdiger Außenwirkung und inhaltlichem Verfallsdatum erst gar nicht ins Netz zu stellen ;-).
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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 12. Januar 2011