Liebe kommt, Liebe bleibt
Gehirn regiert auf "alte" Liebe wie auf frische
Liebe kann im Gehirn sichtbar gemacht werden - ganz gleich, ob sie gerade erst aufkeimt oder schon seit Jahren blüht. Das haben WissenschaftlerInnen um Bianca Acevedo und Arthur Aron von der Stony Brook University herausgefunden. Sie hatten die Gehirnaktivitäten von Freiwilligen mit einer Magnetresonanztomographie erfasst. Eine Gruppe der Testpersonen war bereits seit durchschnittlich 21 Jahren fest liiert, eine andere Gruppe hatte sich im Verlauf des vorangegangenen Jahres frisch verliebt. Alle Testpersonen wurden in Abwesenheit ihrer Liebsten getestet. Die ForschInnen legten ihren Liebes-Versuchskaninchen Bilder von engen Freunden, guten Bekannten, entfernten Bekannten und ihren PartnerInnen vor und scannten dabei die Gehirnaktivitäten.
Was macht von Liebe "haltbar"?
Ganz gleich ob frisch verliebt oder altes Ehepaar, der Anblick der geliebten Gesichter hinterließ sichtbare und vergleichbare Spuren in den Gehirnen der ProbandInnen. Regionen in der sogenannten ventralen tegmentalen Zone zeigten eine erhöhte Aktivität. Aktivität in dieser Region sorgt dafür, dass das Glückshormon Dopamin vermehrt ausgeschüttet wird.
Für die ForscherInnen zeigen die Ergebnisse, dass das Belohnungsprinzip bei langjährigen Paaren offenbar so aufrecht erhalten bleibt wie es zu Beginn der Liebe war. Dennoch meinen die ForscherInnen, dass das Geheimnis von lang anhaltender Liebe vom Menschen nie ganz verstanden werden könne. Immerhin liefere ihre Studie erste Hinweise darauf, welche Mechanismen im Gehirn zur Haltbarkeit von Liebe beitragen.
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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 12. Januar 2011