So bin ich halt!

Woher kommt die Persönlichkeit?

Wieso sind wir neugierig oder geltungssüchtig?

Wie kommt es eigentlích dazu, dass der eine Mensch eher neugierig ist und ein anderer ständig im Mittelpunkt stehen muss? Natürlich sind daran viele Faktoren beteiligt: Erziehung, Familiensituation, Erfahrungen und so weiter. Aber es gibt auch ganz handfeste biologische Voraussetzungen, die unsere Persönlichkeit kreieren: die Verdrahtung bestimmter Hirnareale untereinander.

Welche Verbindungen bestehen im Gehirn?

WissenschaftlerInnen der Universität Bonn verglichen in ihren Tests zwei verschiedene Persönlichkeitstypen: Neugierige und Menschen, die stark auf Anerkennung angewiesen sind. Dann schauten sie sich die unterschiedlichen Verläufe der Nervenzellen und ihre Verbindungen im Gehirn per Magnetresonanztomographie an. Ihr besonderes Interesse galt dabei einem Hirnareal namens Striatum, einem Bereich im Großhirn, das unter anderem der Sitz des Belohnungszentrums ist und dem Hippocampus, der uns dabei hilft zu entscheiden, ob wir etwas bekanntes oder unbekanntes wahrnehmen.

Neugier aktiviert das Belohnungszentrum

Die PsychologInnen beobachteten dann, dass bei den neugierigen ProbandInnen eine besonders starke Verbindung zwischen eben diesem  Striatum mit dem Hippocampus besteht. Kein Wunder, denn wenn der Hippocampus etwas Neues entdeckt, signalisiert er dies sofort an das Striatum und das dort gelegene Belohnungszentrum macht uns schöne Gefühle ;-).

Kommt Sucht nach Anerkennung aus dem Stirnlappen?

Bei den nach Anerkennung süchtigen Testpersonen liegt dagegen eine stärke Verknüpfung der Nervenbahnen zum Stirnlappen vor. Das ist die Region, die eher für unsere sozialen Verhaltensmuster zuständig ist und der wissenschaftliche Studien nachsagen, dass sie unseren Egoismus kontrolliert. Ist diese Region noch nicht so stark entwickelt (beispielsweise bei Heranwachsenden) ist das menschliche Verhalten noch impulsiver und egoistischer.

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion / idw-online - Stand: 25. November 2008