Wildtier des Jahres 2009: Der Igel

Was ist stachelig, nachtaktiv und frisst am liebsten Insekten?

Igel in Rosis Garten

Gestern hat die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild - eine Organisation zur Erhaltung der freilebenden Tierwelt - in Bonn das Wildtier des Jahres 2009 gekürt. Es ist stachelig, nachtaktiv und frisst gerne Insekten. Es ist also - na klar - der Igel!

Mittlerweile ist der Insektenfresser allerdings nicht mehr nur in Wald und Feld zu finden, zunehmend sucht er auch die menschliche Gesellschaft und ist in Städten und Vororten unterwegs. Das - so die Schutzgemeinschaft - liegt daran, dass häufig wilde Wiesen radikal abgemäht werden und so dem Igel weder Versteck noch Unterschlupf bieten. Auch das Enstehen immer neuer Wohnsiedlungen und Straßen zerstört den natürlichen Igellebensraum.

Die Stadt ist für den Ericaneus Europacus allerdings ein gefährliches Pflaster: Sein größter Feind ist der Verkehr, aber auch Laubsauger - die eifrige Gärtner häufig einsetzten um ihre Gärten schön adrett zu halten - verscheuchen die scheuen Wildtiere.

Zur Zeit bereiten sich die Igel auf den Winterschlaf vor. Bei anhaltenden Bodentemperaturen um den Gefrierpunkt sind sie meist im November auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier - dies können zum Beispiel Laub- oder Reisighaufen sein. Und damit sie den langen Winterschlaf gut überstehen, sind sie vorher häufig und entgegen ihrer Gewohnheit auch tagsüber unterwegs, um sich eine ordentliche Fettreserve anzufressen. In dieser Zeit sind dann keine Larven, Regenwürmer oder Schnecken vor ihnen sicher.

Igelhilfe

Wenn ihr in euren Gärten den Igeln bei ihrer Vorbereitung auf den Winterschlaf helfen möchtet, überzeugt eure Eltern im Garten Laub- und Reisighaufen einfach liegenzulassen. Außerdem könntet ihr Igelhäuschen bauen und aufstellen und mit einer Tränke für frisches Trinkwasser sorgen. Falls ihr etwas zur Igelernährung beitragen möchtet, könnt ihr extra Igelfutter besorgen oder einfach ein wenig Hunde- oder Katzenfutter rausstellen. Obst (Igel sind keine Vegetarier) und Speisereste sind tabu!

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 19. November 2008