Gefährliches Headbangen?

Ärzte: Wildes Kopfschütteln gefährdet möglicherweise Gefäße

Heavy-Metal-Lizzys aufgepasst: Headbangen kann gefährlich sein! Das zumindest meinen Ärzte vom Fachkrankenhaus Hubertusburg in Wermsdorf, die auf der Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (ANIM) in Bad Homburg über zwei junge Männer berichteten, bei denen das wilde Schütteln des Haupthaares offenbar zu Gefäßschäden geführt hatte. Den Ärzten zufolge sind Kopfschmerzen nach Heavy-Metal-Konzerten nicht unbedingt auf übermäßigen Alkoholkonsum und laute Musik zurückzuführen, sondern können Anzeichen sein für "arterielle Dissektionen" und "ischämische Insulte". Ähm... aha! Einer der betroffenen Patienten, der zwei Wochen vor Aufnahme im Krankenhaus auf zwei Konzerten seinen Kopf offenbar sehr intensiv im Takt der Musik bewegt hatte, traten Erinnerungslücken und Sehstörungen (Doppelbilder) auf, ein anderer empfand Kältegefühl in der Hand sowie Sensibiltätsstörungen in der Fingerkuppe. Die Ursache in beiden Fällen waren vermutlich Gefäßverletzungen. Den jungen Männern konnte zum Glück geholfen werden, ob sie sich daraufhin von ihrer bevorzugten Musikrichtung abgewendet haben, darüber wurde nichts bekannt ;-).

Bitte sachte!

Gefäßdissektionen entstehen üblicherweise unter anderem durch Traumata, sportliche Aktivitäten oder Strangulationen. Dieser Liste müsste man den behandelnden Ärzten zufolge nun auch das Headbangen hinzufügen. Denkt also daran, ehe ihr euch beim nächsten Konzert zum radikalen Kopfschütteln verleiten lasst. Und auch wenn ihr etwas vehement ablehnt oder ganz nachdrücklich eurer Zustimmung Ausdruck verleihen wollt: bitte nur vorsichtig mit dem Kopf nicken oder sachte den Kopf schütteln, eure Arterien werden es euch danken **ggg**.

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Autorin / Autor: Redaktion / Ärztezeitung, - Stand: 24. Februar 2010