Alternativen zum "Traumberuf"
BIBB rät: "Auch mal andere Ausbildungsgänge probieren!"
Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Lage stehen die Chancen, in diesem Jahr eine Lehrstelle zu finden, nicht schlecht, sagte der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Manfred Kremer, zum "Tag des Ausbildungsplatzes" am morgigen 11. Mai. Aber Jugendliche und Arbeitgeber sollten Flexibilität und Engagement zeigen: "Ich rate jungen Leuten, sich nicht ausschließlich auf die besonders begehrten Ausbildungsberufe zu konzentrieren, sondern verwandte Berufe und Alternativen in Betracht zu ziehen. An die Betriebe appelliere ich, die Auszubildenden engagiert zu unterstützen und zu fördern, denn nur so sichern sie auf Dauer ihren Fachkräftenachwuchs und ihre Wettbewerbsfähigkeit. Wir brauchen Auszubildende mit einer möglichst breiten und hohen Qualifikation." Wichtig sei auch eine erfolgreiche Berufsorientierung, die durch Schulen, Unternehmen, Arbeitsverwaltung und nicht zuletzt die Eigeninitiative der jungen Leute getragen werde. Dazu gehörten vor allem Praktika, in der sich Jugendliche testen und bewähren könnten.
Schon früh über mögliche Berufe informieren!
Manfred Kremer rät Jugendlichen, sich frühzeitig über mögliche Berufe zu informieren, eigene Interessen und Fähigkeiten herauszufinden und sich in Praktika auzuprobieren. Dabei sollten Jungen und Mädchen auch Alternativen zum "Traumberuf" im Blick zu haben. Denn immer noch drängten sich rund ein Drittel der jungen Männer und mehr als die Hälfte der jungen Frauen in die jeweils zehn beliebtesten Berufe. Diese Einschränkungen führten dazu, dass sich die jungen Leute um vielfältige Chancen bringen. "Insbesondere jungen Frauen kann ich nur empfehlen, sich stärker für die sogenannten 'MINT'-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu interessieren, da hier in Zukunft ein großer Bedarf besteht."
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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 10. Mai 2010