Technische Berufe machen zufriedener

Ausbildungsreport 2011 des DGB untersuchte Qualität der Ausbildung

Bevor ihr eure Berufspläne schmiedet, solltet ihr bedenken, dass es Berufe gibt, die eindeutig bessere Ausbildungsqualitäten haben und dadurch zu mehr Zufriedenheit führen. Die klassischen Berufe, die oft von Mädchen gewählt werden, wie zum Beispiel FachverkäuferIn im Lebensmittelhandwerk, Berufe im Restaurant-, Hotel- und Gaststättengewerbe gehören offenbar nicht dazu. Sie liegen im Ausbildungsranking für die Qualität der eigenen Ausbildung auf den letzten drei Rängen von 25 bewerteten Berufen. Weitaus bessere Beurteilungen für die Ausbildungsqualität gab es dagehen von angehenden Bank- und Industriekaufleuten sowie MechatronikerInnen. Diese Berufe liegen auf den ersten Plätzen, was die Bezahlung, das Arbeitsklima und die Arbeitszeit betrifft.

Die Ergebnisse wurden gestern im Ausbildungsreport 2011 vom Deutschen Gewrkschaftsbund (DGB) vorgestellt, der die Qualität der Ausbildung anhand verschiedener Kriterien untersucht, wie zum Beispiel Arbeitszeiten, Vergütung und fachliche Anleitung. 9.325 Auszubildende wurden zu den 25 häufigsten Ausbildungsberufen befragt.

Überstunden und ausbildungsfremde Tätigkeiten
Ein Problem liegt laut Ausbildungsbericht in der Überschreitung der gesetzlich erlaubten 40 Stunden in der Woche. Fast jede/r fünfte der unter 18-jährigen Auszubildenden (18 Prozent) klagte in der Befragung darüber, regelmäßig länger als 40 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen. Fast jede/r dritte Azubi (28,5 Prozent) muss nach eigenen Angaben zudem ausbildungsfremde Tätigkeiten erledigen.

Schlechtere Bedingungen in weiblich dominierten Berufen
Nach wie vor zeigt der Bericht auch auffällige geschlechtsspezifische Unterschiede in der Ausbildung auf. Noch immer entscheiden Frauen und Männer sich für unterschiedliche Ausbildungen, was zu deutlich männlich und weiblich dominierten Berufen führt. Jungs entscheiden sich immer noch mehrheitlich für eine Ausbildung als Metallbauer, Anlagenmechaniker und Elektroniker, Mädchen werden - trotz der vielen Nachteile - immer noch am liebsten Friseurin, Kauffrau für Bürokommunikation oder Medizinische Fachangestellte. Dabei bekommen Frauen in diesen Berufen weniger Geld und Urlaub, müssen öfter Überstunden leisten und erhalten gleichzeitig einen schlechteren Überstundenausgleich. Die Folge: Azubis in den weiblich dominierten Berufen sind weniger zufrieden mit ihrer Ausbildung als Azubis in den männlich dominierten Ausbildungsgängen.

Übernahme oft ungeklärt
Sehr problematisch für die Auszubildenden ist außerderm auch die oft ungeklärte Übernahmesituation. Zum Zeitpunkt der Befragung wussten zwei von drei der Befragten aus allen Lehrjahren noch nicht, ob sie am Ende der Ausbildung übernommen werden. Nur 24,3 Prozent der Befragten hatte bereits eine Zusage erhalten. Dazu René Rudolf, Bundesjugendsekretär beim DGB: „Diese große Ungewissheit belastet die jungen Auszubildenden beim Eintritt ins Berufsleben“. Er forderte die Arbeitgeber auf, „selbst gegen den beklagten Fachkräftemangel aktiv zu werden, junge Auszubildende nach dem erfolgreichen Abschluss zu übernehmen und ihnen eine reelle Chance zu bieten, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“.

Mehr zu diesem Thema findet ihr online bei

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 15. September 2011
 
 

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