"Secondhand ist ein eigener Stil"

Interview mit zwei überzeugten Secondhandkäufern über Mode, Nachhaltigkeit und den ganz besonderen Secondhandstil.

Secondhand riecht muffig und ist altbacken? Die zwei überzeugten Secondhandkäufer Titus (24, studiert Biologie im Master) und Balduin (23, studiert Informatik im Bachelor) sehen das anders. Sie erzählen, wie sie zu Secondhandmode gekommen sind und was sie über nachhaltigen Modekonsum denken. Beide wohnen in einer Großstadt in Nordrhein-Westfalen. Vor unserem Treffen kannten sie sich nicht.

Wieso interessiert ihr euch für Secondhandmode?

Balduin: Meine Mutter kauft viel Secondhand. Dazu kam dann bei mir das Interesse für gute und teurere Modehäuser. Deren Kleidung findet man gebraucht auf verschiedenen Plattformen zu erschwinglicheren Preisen. Dennoch kaufe ich gezielter und auch seltener als früher. Ich finde es auch sinnvoll, gebraucht zu kaufen, da einfach so viel schon produziert und da ist, was weiterverkauft wird.

Titus: Ich will mich gut anziehen, ohne wahnsinnig viel über Kleidung und ihre Produktion nachdenken zu müssen. Ich fühle mich schlecht, neue Kleidung zu kaufen, die nicht fair und nachhaltig hergestellt wird. Es geht mir auf den Keks, dass ich bei Neukäufen jede Marke recherchieren müsste, um zu schauen, ob sie meinen Ansprüchen genügt. Wenn ich Sachen neu kaufe, beschränke ich mich daher auf wenige Label, denen ich einen Vertrauensvorschuss gewähre. Wenn ich die Sachen Secondhand kaufe, dann habe ich da einen geringeren Anspruch. Die Sachen wurden ja schon produziert und verkauft, da ist es mir weniger wichtig, dass sie komplett fair oder nachhaltig produziert wurden. Ich richte mich dann einfach nach dem, was mir gefällt und spare dabei auch noch. Das ist für mich entspannter.

Balduin: Ich finde es komplett akzeptabel, dass man bei Secondhand weniger auf die Produktionsbedingungen achtet.

Titus: Wenn ich bei Einzelpersonen, etwa über Vinted, kaufe, bin ich da manchmal unsicher. Die Leute, die viel über solche Plattformen verkaufen, kaufen bestimmt auch ähnlichen Kram wieder nach. Da habe ich schon ein paar Mal drüber nachgedacht, ob Secondhand an dieser Stelle so eine gute Lösung ist, und mich da von der Verantwortung entbindet. Daher bevorzuge ich Geschäfte, beispielsweise die Secondhandkette „Think Twice“.

Balduin: Ist das der Laden, bei dem die Sachen immer günstiger werden? Da sehe ich auch Schattenseiten, zum Beispiel, dass Firmen extra für solche Läden produzieren.

Titus: Davon habe ich noch nichts gehört. Ich finde es eigentlich gut, dass sich ja immer mehr Menschen für Secondhand interessieren und dadurch neue Läden und Konzepte entstehen. 

Balduin: Was ich mich dann frage, ist, ob das noch wirtschaftlich ist. Der Laden will ja auch Geld damit verdienen. Die Sachen, die sie verkaufen sind so günstig, ich finde es krass, dass der Laden sich überhaupt wirtschaftlich hält.

Titus: Klar, am Ende des Monats sind die Sachen zwar günstiger, aber die Auswahl der Kleidung ist dann auch stark reduziert und die meisten angebotenen Teile sind auch nicht mehr so toll. Ich tippe darauf, dass der Laden einen Großteil des Gewinns eher Anfang des Monats macht, wenn die Preise auch noch deutlich höher sind, also etwa 30 Euro für eine gebrauchte Jeans. Ich finde es aber eigentlich gar nicht schlecht, wenn die Sachen ein bisschen teurer sind, weil ich mir so genauer überlege, was ich mitnehme.

Gab es bei euch ein auslösendes Ereignis, das euch dazu bewegt hat, Secondhandkleidung zu kaufen?

Titus: Ich habe ein Auslandsjahr in Neuseeland verbracht und danach mal den CO2-Rechner bedient. Da wurde mir klar, dass ich mit meinen Flügen allein schon mein Lebensbudget an CO2-Ausstoß aufgebraucht hatte. Ich überlegte mir dann verschiedene Optionen, wie zum Beispiel, vegan zu leben, um meinen CO2-Ausstoß zu senken oder auch am Klamottenkonsum zu sparen. Als ich dann mal mit einem Kumpel in einem Secondhandshop war und auf Anhieb eine Hose gefunden habe, die mir gut gepasst hat und die ich schön fand, bin auf Secondhand gekommen. Ich bin relativ groß und habe längere Beine, da ist es gar nicht immer so einfach, gutsitzende Hosen zu finden. Vielleicht bin ich da bei gebrauchter Kleidung auch ein bisschen weniger wählerisch, wie die Hose sitzt - die Auswahl ist ja viel kleiner. Eine Secondhandhose zu kaufen war für mich so stressfrei, dass ich mir überlegt habe, das weiterhin zu machen.

Balduin: Die Auswahl in Secondhandläden ist zwar kleiner, aber gleichzeitig ist der Stil auch sehr besonders. Die Teile sind neu nicht so einfach zu finden, auch wenn einige Label das natürlich versuchen.

Titus: Neuware, die auf vintage oder retro macht, ist auch irgendwie weird.

Tragt ihr denn gerade ein Secondhandkleidungsstück?

Titus: Ja, mein Hemd.

Balduin: Nee. Obwohl, doch, ich auch.

Was ist euch beim Kauf von Kleidung besonders wichtig?

Balduin: Die Zusammensetzung des Stoffes! Die unterscheidet sich natürlich je nach Kleidungsstück, aber ich will eigentlich keine Plastikfasern in meiner Kleidung haben. Natürliche Fasern wie Baumwolle sind einfach angenehmer auf der Haut. Und ich neige eher nicht zu Spontankäufen. Wenn ich einen Windbreaker oder eine bestimmte Hose haben will, recherchiere ich erstmal und entscheide mich dann für ein Modell.

Titus: Das ist glaube ich eine gute Herangehensweise. Ich habe das Gefühl, dass man vor allem bei Kleidung dazu tendiert, Massen anzusammeln. Ich würde nicht sagen, dass ich besonders viele Klamotten kaufe, aber bei meinem letzten Umzug habe ich festgestellt, wie viele Anziehsachen ich insgesamt besitze. Auch Teile, die ich ewig nicht getragen habe. Die Sachen musste ich loswerden, weil ich das nicht direkt wieder im neuen Keller zwischenlagern wollte. Darum bin ich vorsichtiger geworden und überlege mir einen Kauf lieber zweimal.
Vor allem bei Secondhandsachen ist oft der Anreiz groß, weil es so viele günstige Angebote gibt. Dann nimmt man doch schnell das Hemd für drei Euro mit, auch wenn es einem nicht 100% gefällt – und dann hängt es eben bei einem zu Hause ungenutzt im Schrank. Das würde man, glaube ich, eher nicht machen, wenn die Sachen teurer wären. Am wichtigsten ist mir, wie das Material sich anfühlt und wie die Kleidung sitzt. Wenn eine Jeans so richtig gut passt, das ist einfach das beste Gefühl, das Kleidung einem geben kann.

Was assoziiert ihr mit dem Begriff nachhaltige Kleidung?

Balduin: Die Frage finde ich schwierig und ich habe da auch keine einfache Antwort. Aber für mich gehören auf jeden Fall Fast Fashion Riesen wie Primark NICHT dazu.

Titus: Ein wichtiger Aspekt für mich ist die Langlebigkeit von Kleidung. Ich muss sagen, ich bin echt von zwei H&M Jogginghosen beeindruckt, die ich gekauft habe, als ich 13 oder 14 Jahre alt war. Die trage ich immer noch, und die gehen einfach nicht kaputt. Die sind wahrscheinlich weder fair noch ökologisch hergestellt, aber die Langlebigkeit überzeugt mich.

Balduin: Ich denke, dass das sogar der wichtigste Punkt ist. Je schlechter die Bedingungen sind, unter denen das Kleidungsstück hergestellt wurde, desto länger müssten die Sachen dann zum „Ausgleich“ eigentlich halten. Aber das ist ja meistens nicht der Fall.

Titus: Stimmt. Außerdem fallen mir so Schlagworte wie Fairtrade oder recycelte Materialien ein, mit denen inzwischen ja auch viele Kleidungsstücke beworben werden. Aber bei supergünstigen Kleidungstücken aus recycelten Fasern habe ich oft den Eindruck, dass sie einfach nicht so lange halten. Alle Aspekte zusammen wären ideal: Langlebige, ökologisch und fair produzierte Kleidung aus recycelten Materialien.

Was macht ihr mit abgelegter Kleidung?

Balduin: Bei mir um die Ecke steht ein Altkleidercontainer, da bringe ich ab und zu Sachen hin. Ansonsten verkaufe ich Kleidung online. Aber da muss man ganz schön hinterher sein, das wird schnell anstrengend. Das drei Euro Hemd aus dem Secondhandladen verkauft sich eben doch nicht so schnell weiter. Ansonsten gebe ich auch Sachen an Freunde und Familienmitglieder weiter.

Titus: Ja, Sachen weiterzuverkaufen kostet echt viel Zeit und Nerven. Als ich ausgemistet habe, konnte ich einen Teil an meine Mutter weitergeben, einige komplett kaputte Sachen habe ich weggeworfen und der Rest ist dann auch im Altkleidercontainer gelandet.

Was bedeutet Mode für euch allgemein und was interessiert euch daran besonders?

Titus: Mode ist eine Art, mich auszudrücken und die Möglichkeit, mich wohlzufühlen. Entscheidend ist für mich das Aussehen und die Funktionalität der Kleidung.

Balduin: Da würde ich mich anschließen. Vor allem in den letzten drei Jahren ist das Thema Mode für mich wichtiger geworden. Auslöser war das Thema Street Wear, das auch in meinem Umfeld wichtig war. Ich habe dann aber auch schnell angefangen, mich für große Modehäuser und Fashion Weeks zu interessieren. Das macht mir Spaß, auch wenn ich mir die Sachen nicht unbedingt leisten kann.

Kauft ihr regelmäßig Klamotten ein? Und wo? Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei 60 Kleidungsstücken im Jahr, kommt ihr da dran?

Balduin: Ich kaufe mir vielleicht ein Kleidungsstück pro Monat und halte meinen Kleiderschrank eher minimalistisch. Das, was ich wirklich trage, passt ganz locker auf eine 1,20 Meter Kleiderstange. Ich habe eine langfristige Vision, wie mein Kleiderschrank in 10, 15, 20 Jahren aussehen soll. Dafür versuche ich, nach und nach verschiedene Stile in meinen Kleiderschrank zu integrieren, die mir gefallen und überlege gezielt, welche Kleidungsstücke ich besitzen möchte. Die lege ich mir dann auch nur in einer Variante zu, statt fünf. Wenn man 60 Kleidungsstücke im Jahr kauft, die ja hoffentlich länger als ein Jahr halten, dann hat man ja bald vermutlich alles fünffach im Kleiderschrank und das verstehe ich nicht. Es gibt zwei Plattformen, die ich regelmäßig checke: Vinted und Vestiaire Collective. Auf zweiterer werden europaweit Designersachen verkauft. Da kaufe ich aber nicht regelmäßig.

Titus: Ich trage bestimmte Kleidungsstücke sehr häufig und die besitze ich teilweise auch mehrfach. Etwa ein schlichtes weißes T-Shirt, das angeblich fair und ökologisch produziert wurde und gut passt. Da haben mich die Kriterien überzeugt, das habe ich mir fünfmal geholt. Ansonsten kaufe ich generell sehr selten Klamotten. Wenn ich etwas kaufe, dann am ehesten in Secondhandläden. Und wenn ich ein bestimmtes, funktionelles Kleidungsstück haben möchte, schaue ich gerne bei Patagonia.

Spielen Klima und Nachhaltigkeit eine große Rolle, wenn ihr Klamotten kauft?

Balduin: Die Themen sind mir beim Kauf nicht unwichtig. Ich bin zum Beispiel froh, wenn die Sachen aus Biobaumwolle bestehen. Aber wenn ich weiß, dass ich ein qualitativ hochwertiges Kleidungsstück sehr lange tragen kann, ohne dass es kaputt geht, dann ist das für mich auch nachhaltig. Das macht klimaschädliche Produktionsbedingungen zwar nicht wett, aber sie fallen für mich weniger ins Gewicht. Aber wie immer gibt es auch Ausnahmen: Ich würde zum Beispiel auch gebraucht keinen Echtpelz kaufen, selbst wenn der vermutlich 25 Jahre halten würde. Das ist für mich einfach eine persönliche Grenze. Ich finde es auch nicht immer einfach, zu erkennen, welche Marken jetzt nachhaltig produzieren und welche nicht und muss mich da als Verbraucher natürlich auf Berichterstattung und möglichst transparente Einblicke der Marken verlassen.

Titus: Für mich ist es auch wichtig, dass die Sachen lange halten. Einerseits, weil ich dann nicht ständig Klamotten kaufen muss und mir den Stress spare und auch weil ich mich unwohl damit fühle, dass die Produktion so schwer einsehbar ist. Ich habe keine Lust, ständig misstrauisch zu sein und die verschiedenen Marken zu checken. Wenn ich mir jetzt etwas kaufe, was gut aussieht und bei dem ich mir sicher sein will, dass es nachhaltig und fair produziert wird und die Sachen so qualitativ hochwertig sind, dass sie lange halten, kosten die natürlich auch echt viel. Das können sich viele Menschen einfach nicht leisten. Ich versuche aber, bei neuen Kleidungsstücken möglichst darauf zu achten.

Euer liebstes und/oder euer ältestes Kleidungsstück?

Balduin: Mein liebstes Kleidungsstück ist eine große, weite Jeans. Die ist sehr gemütlich und ich fühle mich darin total wohl. Und die kommt nicht von einer krassen Marke.

Titus: Meine liebsten Kleidungsstücke sind eine Jeans und ein T-Shirt mit Aufdruck auf dem Rücken, den ich schön finde. Bei beiden Sachen ist für mich auch das wichtigste, dass sie gut passen und ich mich darin wohl fühle.

Balduin: Ich habe noch einige T-Shirts aus meiner Kindheit. Die trage ich aber nicht mehr, sondern bewahre sie als Erinnerungsstücke auf. Ansonsten ist meine Kleidung nicht so richtig alt.

Titus: Ich habe ein paar alte Jeans, die ich gebraucht gekauft habe. Und abgelegte Jeans und T-Shirts von meinem Vater, die sind teilweise auch älter.

Tauscht ihr Kleidung mit Freund_innen? Und wäre ein Leih-Konzept, etwa ein Laden, bei dem man Kleidung für einen Monat leihen kann, für euch interessant?

Balduin: Ich habe schon einen anderen Kleidungsstil als die meisten meiner Freunde, da funktioniert tauschen nicht so recht. Ab und zu kaufe ich einem Kollegen Kleidung ab und ich melde mich auch bei ihm, wenn ich Kleidung verkaufe. Generell kaufe ich mir lieber nach und nach den Kleiderschrank zusammen, den ich haben möchte. Und ich möchte die Sachen auch gerne länger als nur für einen Monat tragen. Ich kann mir aber vorstellen, dass das praktisch ist, um sich durch verschiedene Teile durchzuprobieren und so den eigenen Stil zu finden.

Titus: Ich habe nicht viele Freunde, die dieselbe Größe tragen wie ich. Und mir ist es wichtiger, mich an die Sachen gewöhnt zu haben, die ich trage, als ständig neue Sachen zu haben oder neue Stilrichtungen auszuprobieren. Daher sehe ich für mich keinen großen Sinn dahinter, ständig Kleidung zu tauschen.

Seid ihr bereit, für gebrauchte Kleidung genauso viel Geld auszugeben, wie für neue Kleidung?

Balduin: Ja, für gebrauchte Teile bestimmter Marken würde ich mehr bezahlen als für ein neues Teil von einem Fast Fashion Riesen. Aber ich bin nicht bereit, für ein gebrauchtes Teil mehr zu zahlen als den Neupreis.
Cost per Wear finde ich auch wichtig. Wenn ich mir für 200 Euro eine Jacke kaufe, die ich drei Jahre lang jeden zweiten Tag trage, dann ist der Preis pro Tragen geringer, als wenn ich mir eine Jacke für 50 Euro kaufe, die ich aber nur fünf Mal anziehe.

Titus: Es ist eigentlich cool, das auszurechnen. Ich habe auch schon überlegt, dass man auch mal ausrechnen könnte, wie viel man so „trägt“, also vom ganzen Outfit her. Das ist dann bestimmt ganz schnell gar nicht mehr so viel, vor allem, wenn man Dinge immer wieder anzieht.

Habt ihr zum Abschluss noch eine Idee, wie man das Thema Klima und Kleidung oder Secondhandkleidung an verschiedene Zielgruppen herantragen könnte?

Balduin: Secondhandkleidung ist glaube ich schon ein krasses Bubble-Ding. Ich glaube, es ist schwierig, alle Menschen davon zu überzeugen, weil sich nicht alle im Vintage Stil wohlfühlen. Außerdem sind schätzungsweise 80% der Kleidung, die neu verkauft wird, eigentlich nicht zum Weiterverkauf geeignet. Die Sachen halten nicht lange. Sie leiern aus, gehen kaputt und sind dadurch schnell weniger wert. Kleidungsstücke müssen daher schon eher hochqualitativ sein, damit sie dann noch gut in Schuss sind, wenn sie weiterverkauft werden. 

Titus: Ich denke auch, dass der Stil, den man Secondhand kaufen kann, nicht unbedingt allen gefällt. Aber ich glaube, dass man über Flohmärkte und Plattformen, über die gebrauchte Kleidung verkauft wird, noch mehr Aufmerksamkeit schaffen kann. Generell finde ich es schwierig, dass die Kleidungsindustrie so unreguliert ist. Und dass die Verantwortung da so stark aufs Individuum abgewälzt wird.

Balduin: Ich glaube auch nicht, dass Secondhandkleidung das Umweltproblem der Kleidungsindustrie lösen wird oder kann. Gegen Fast-Fashion Riesen, die ständig neue Teile produzieren und supergünstig vertreiben, kommt Secondhand einfach nicht an. Das müsste meiner Meinung nach staatlich reguliert werden. Man bräuchte ein umfassendes Siegel, auf das Verlass ist, so dass die Kunden nicht selbst zu Polizisten werden, und alles selbst durchleuchten müssen.

Titus: Die Kleidungsbranche ist an vielen Stellen sehr intransparent, sodass selbst die Leute, die die Initiative ergreifen und sich informieren, teils Produkte kaufen, die einfach eine Greenwashing-Falle sind. Was mich am meisten freuen würde, wäre daher auch eine stärkere Regulierung und damit eine Entlastung der Verbraucher_innen. Wenn Menschen wenig verdienen, kann und will ich nicht von ihnen erwarten, dass sie sich permanent ökologische und nachhaltige Produkte kaufen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Autorin / Autor: Karla Groth, Balduin und Titus - Stand: 15. August 2022