One-Billion-Rising

Statt schnöde Blumensträuße zum Valentinstag in Empfang zu nehmen, tanzen Frauen am 14. Februar weltweit gegen Gewalt an

Wenn euch heute verwirrte Jungs und Männer über den Weg laufen, die ihre Blumensträuße zum Valentinstag nicht losgeworden sind, dann nehmt sie dahin mit, wo die laute Musik und das Trillerpfeifenkonzert herkommt, denn dort ist heute wahrscheinlich fast jede Frau, die lieber Respekt statt Rosen will. Unter dem Motto "One Billion Rising" gehen heute Frauen (und Männer!) weltweit auf die Straße, um gegen Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch und andere Formen von Gewalt gegen Frauen anzutanzen. One Billion Rising - zu deutsch eine Milliarde stehen auf - soll ein "globaler Streik", ein "Akt weltweiter Solidarität und Gemeinsamkeit" werden, um zu zeigen, dass Frauen genug haben von Morden, Gewalt und täglicher Demütigung. Denn eine Milliarde ist die Zahl von Frauen weltweit, die mindestens einmal im Leben geschlagen, schwer verletzt oder vergewaltigt werden.

Die Geschichte von One Billion Rising

Der Aktionstag One Billion Rising wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert und ist inzwischen eine der größten Kampagnen weltweit, die sich gegen Gewalt gegen Frauen richtet - mit tausenden von Events in bis zu 190 Ländern der Welt.

Nicht erst seit der #aufschrei-Debatte in Deutschland oder der mittlerweile weltumspannenden #metoo-Kampagne empfinden auch jene Frauen unsägliche Wut im Bauch, die sich bislang nicht so gerne als Feministin bezeichnet hätten. Und statt einer Demonstration mit Plakaten und Transparenten gibt es riesige Tanzveranstaltungen auf Marktplätzen, vor Rathäusern oder in Parks, bei denen Frauen und Mädchen weltweit die gleiche Choreografie tanzen. Seit Wochen wird schon geübt, nicht nur in Frauen- und Fitness-Zentren, sondern auch in privaten Wohnzimmern, denn die Tanzschritte dazu gibt´s auf Youtube.

Trotz einiger kritischer Stimmen über "One Billion Rising" hat die Aktion inzwischen viele prominente Unterstützer*innen, und auch offizielle Organisationen wie die UNO und Abgeordnete des EU-Parlaments haben ihre Unterstützung zugesagt. Auf der deutschen Aktionslandkarte sind hunderte Orte eingetragen, in denen Tanzdemos, Flashmobs, Lichterketten, Feuerzeremonien, Selbstverteidigungskurse oder Video-Leinwand-Projektionen stattfinden.

Auch wer nicht für den Tanz geübt hat, ist natürlich willkommen, denn es gibt sicher auch viele interessante Redebeiträge und Informationen - und viele tolle Frauen!

Mehr dazu im Netz

Warst du dabei?
Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 14. Februar 2019
 
 
 

Anzeige

Frau mit Tablet, das Lehrer Online zeigt
 

Anzeige

Gruppe Azubis
  • Ausbildung 2019
    Neuer Arbeitsplatz, neue Leute, neue Abläufe, viele neue Regeln. Mit diesen Tipps zum Ausbildungsstart kann nichts schief gehen.. Anzeige
 

Anzeige

MS Wissenschaft
 

Anzeige

 

Musik-Kritiken

 
Ausgepackt
 

Rezensionen schreiben

 

LizzyNet-App

 

Rezensionen

weiße Bücher mit der Aufschrift Rezenionsen
  • Rezensionen
    Buch-, Musik und Filmtipps von und für Mädchen!
 

Informier dich!

 

Kontakt

 

Vernetz dich mit uns