One-Billion-Rising

Auch am 14. Februar 2018 tanzen Frauen weltweit gegen Gewalt an

Wenn euch heute nachmittag herumirrende Jungs und Männer über den Weg laufen, die ihre Valentinstags-Blumensträuße nicht loswerden, dann nehmt sie dahin mit, wo die laute Musik und das Trillerpfeifenkonzert herkommt, denn dort ist heute wahrscheinlich fast jede Frau, die lieber Respekt statt Rosen will. Unter dem Motto "One Billion Rising" gehen heute Frauen (und Männer!) weltweit auf die Straße, um gegen Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch und andere Formen von Gewalt gegen Frauen anzutanzen. One Billion Rising - zu deutsch eine Milliarde stehen auf - soll ein "globaler Streik", ein "Akt weltweiter Solidarität und Gemeinsamkeit" werden, um zu zeigen, dass Frauen genug haben von Morden, Gewalt und täglicher Demütigung. Denn eine Milliarde ist die Zahl von Frauen, also jede Dritte, die mindestens einmal im Leben geschlagen, schwer verletzt oder vergewaltigt werden.

Der Aktionstag wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Die Kampagne wurde im Rahmen der V-Day Bewegung gestartet. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit, die sich gegen Gewalt gegen Frauen richtet - mit tausenden von Events in bis zu 190 Ländern der Welt.

Nicht erst seit der #aufschrei-Debatte in Deutschland oder der mittlerweile weltumspannenden #metoo-Kampagne empfinden auch jene Frauen unsägliche Wut im Bauch, die sich bislang nicht so gerne als Feministin bezeichnet hätten. Und statt einer Demonstration mit Plakaten und Transparenten gibt es riesige Tanzveranstaltungen auf Marktplätzen, vor Rathäusern oder in Parks, bei denen Frauen und Mädchen hauptsächlich zu dem Song "Break the chain" weltweit die gleiche Choreografie tanzen. Seit Wochen wird schon geübt - nicht nur in Frauen- und Fitness-Zentren, sondern auch in privaten Wohnzimmern, denn die Tanzschritte dazu gibt´s auf Youtube.

Trotz einiger kritischer Stimmen über "One Billion Rising" hat die Aktion inzwischen viele prominente Unterstützer_innen, und auch offizielle Organisationen wie die UNO und Abgeordnete des EU-Parlaments haben ihre Unterstützung zugesagt. Auf der deutschen Aktionslandkarte sind bereits mehr als 175 Orte eingetragen, in denen Tanzdemos, Flashmobs, Lichterketten, Feuerzeremonien, Selbstverteidigungskurse oder Video-Leinwand-Projektionen sttafinden.

Auch wer nicht für den Tanz geübt hat, ist natürlich willkommen, denn es gibt sicher auch viele interessante Redebeiträge und Informationen - und viele tolle Frauen!

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 14. Februar 2018
 
 
Frau vor Einsen und Nullen
 
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