Mit Pink für Mädchenrechte?

Weltmädchentag will auf Kinderehen und schlechte Bildungschancen für Mädchen aufmerksam machen

Wenn am 11. Oktober in einigen Städten Bauwerke in pinkem Licht erstrahlen, wundert euch nicht (oder wundert euch doch - je nachdem). Denn an diesem Datum wird seit 2012 ganz offiziell der Internationale Mädchentag oder auch Welt-Mädchentag begangen. Der Tag will auf die noch immer oft schwierigen Bedingungen für Mädchen auf der ganzen Welt aufmerksam machen. Dabei stehen vor allem die Themen Kinderheiraten, Armut, mangelnde Bildung und Gewalt gegenüber Mädchen im Fokus. Die Hilfsorganisation "Save the children" etwa erklärt, dass alle 7 Sekunden ein Mädchen unter 15 Jahren heiratet. In Niger, dem Tschad, der Zentralafrikanischen Republik, Mali und Somalia gibt es die meisten Kinderehen, aber auch in Afghanistan, dem Jemen, Indien und Somalia werden Mädchen manchmal schon im Alter von 10 Jahren verheiratet. Vor allem Mädchen aus armen Familien sind von Kinderehen betroffen. Die internationale Gemeinschaft hat sich dazu verpflichtet, Frühverheiratungen bis zum Jahr 2030 zu beenden, "Save the children" kritisiert, dass die Entwicklung aber in die entgegengesetzte Richtung gehe.

In der Kritik: die Farbe Pink
Natürlich kann es keinen Weltmädchentag geben, ohne dass es auch jede Menge Kritik gibt. Selbsternannte "Diskriminierungsgegner" meckern in Foren, dass es keinen Weltjungentag gibt oder rufen ihn kurzerhand aus.
Und natürlich gibt es auch Schelte von feministischer Seite. Vor allem die Tatsache, dass der Weltmädchentag durch die "Pinkifizierung" von Bauwerken auf sich aufmerksam machen will, stößt vielen unangenehm auf. Ist Pink nicht eben die Farbe, mit der Mädchen in die passive Prinzessinnenecke gerückt werden sollen? Gelten nicht all die pinken Lillifees und Barbies und rosa Plastik-Beauty-Welten als Instrumente der Unterdrückung? Die Initiator_innen der pinken Beleuchtungsaktionen von der Hilfsorgansiation Plan Deutschland halten dagegen und wollen in der Farbe Pink eine kraftvolle Farbe sehen, die eine starke Signalkraft habe und Lebensfreude und Zuversicht vermittele, "genau das, was benachteiligte Mädchen motivieren kann, für sich und ihre Rechte einzustehen."

Irgendwie traurig, dass sich am Weltmädchentag am Ende doch alles irgendwie nur um die Farbe Pink dreht.

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 11. Oktober 2016
 
 
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