Lernen bis zur Leere

Studie: Ohne Pausen bleibt Gelerntes schlechter im Gedächtnis

Auf deinem Schreibtisch stapeln sich die Karteikarten und Bücher und die ganzen Informationen sollen irgendwie in deinen Kopf? Am besten schnell? Und wenn's sein muss lernst du dafür auch Tage und Nächte durch? Das geht leider manchmal nach hinten los. Büffeln bis der Arzt kommt kann ja gar nicht gesund sein. Wenig erfolgreich ist es außerdem. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität von New South Wales in Sydney. Das Forscherteam ist sich sicher: nur wer sich hin und wieder eine Pause gönnt, kann effektiv lernen. Fehlt die Unterbrechung und übertreibt man es mit dem Lernen, so bleiben die Inhalte schlechter im Gedächtnis hängen.

Für ihre Studie teilten sie die 31 teilnehmenden Studenten in drei Gruppen auf. Alle drei Gruppen durchliefen ein Lerntraining am Computer. Die TeilnehmerInnen sahen am Monitor Punkte, die nur leicht nach links oder rechts gingen und sollten in Sekundenschnelle angeben, in welche Richtung sich diese bewegten. Hatten sie richtig geantwortet, so erklang ein hohe, bei einer falschen Angabe ein tiefer Ton. Die erste Gruppe bekam zwischen zwei Lernphasen eine Stunde Pause. Die zweite Gruppe musste durchtrainieren und die dritte durchlief nur eine Lerneinheit.

Um den Lerneffekt zu überprüfen, absolvierten alle Teilnehmenden am zweiten Tag nochmals die Übung. Das Ergebnis: Diejenigen, die am Vortag ohne Unterbrechung durchtrainiert hatten, schnitten im Test sehr viel schlechter ab als die beide anderen Gruppen. Sie gaben weniger richtige Antworten. Ihre Reaktionszeit verschlechterte sich im Vergleich zu den anderen TeilnehmerInnen allerdings nicht. Die ForscherInnen folgen, dass das Übertraining keine Ermüdungserscheinungen bei der Arbeit am Bildschirm hervorruft. Allerdings zeigen die Ergebnisse, dass ein Zuviel, also das Lernen ohne Unterbrechung, dazu führt, dass die Lerninhalte schlechter ins Langzeitgedächtnis übertragen werden. Anscheinend braucht das Gehirn zwischendurch eine Ruhepause, um Informationen verarbeiten und optimal speichern zu können. Zu viel bringt in diesem Fall scheinbar weniger. Besser ist es - wenn man den Studienergebnissen denn glauben darf - eine Stunde zwischendurch etwas anderes, entspanntes zu machen.

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 16. August 2012
 
 

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