Freistell-Software "Freistellen Pro"
Einfach zu bedienendes Tool, um Bildobjekte freizustellen. Hält leider nicht ganz, was es verspricht!

Wer wünscht sich das nicht: Einfaches Freistellen von Bildobjekten und kinderleichtes Entfernen von unerwünschten Bildhintergründen! Mit der Software "Freistellen Pro" verspricht der Software-Hersteller genau das.
Als günstige Alternative zu Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop soll Freistellen Pro für 19,99 Euro in kürzester Zeit beeindruckende Ergebnisse beim Freistellen von Bildobjekten erzielen.
Leicht zu bedienen ist das Tool auf jeden Fall: Mit grün wird über alle Farbbereiche des Objekts gemalt, das man freistellen möchte. Mit rot malt man über die Farbbereiche des Hintergrunds, der gelöscht werden soll. Anschließend klickt man auf "Ausschneiden" und das gewünschte Objekt ist freigestellt. Nun kann man noch auswählen, ob das Bild auf transparentem oder farbigen Hintergrund stehen soll und die Kantenschärfe des Objekts einstellen.
Bei nicht allzu hohen Ansprüchen, einem großem Farbkontrast zwischen Objekt und Hintergrund und kleinem Geldbeutel kann das Tool durchaus eingesetzt werden. Dann sollte man die Kantenschärfe des Objekts herabsetzen, um zu einem überzeugenderen Ergebnis zu gelangen. Doch für kompliziertere Freistell-Arbeiten - zum Beispiel, wenn man eine Person mit wehendem Haar von einem unruhigen Hintergrund trennen will - ist das Tool leider nicht geeignet.
Auch wenn der Hersteller kinderleichtes und rasendschnelles Freistellen verspricht - beste Ergebnisse können mit Freistellen Pro nicht erzielt werden. Da muss dann doch ein bisschen mehr Hand angelegt, Zeit investiert und auf Software wie Photoshop oder die kostenlosen Alternativen Gimp oder Paint.NET zurückgegriffen werden. Ein Vorteil der genannten Tools ist auch die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten. Ein Bildbearbeitungs-Tool, das sich auf eine einzige Funktion beschränkt, ist in der Praxis meist allzu schnell erschöpft.
Auch in Puncto Rechtschreibung kann das Tool nicht so ganz überzeugen: So wählt man mit dem roten Stift nicht den Hintergrund sondern den "Hindergrund" aus. Ob das einen "Hinderungsgrund" beim Einsatz des Tools darstellt, muss dann jeder selbst entscheiden!
Autorin / Autor: frauke - Stand: 08. Oktober 2014