Do-it-yourself-Computerwissen

Deutsche Telekom Stiftung stellt fest: Schulen sollten deutlich mehr für die Medienkompetenz von Schüler_innen tun

Deutschland rühmt sich ja gerne als Hightech-Nation. Schaut man sich allerdings an, wie es um die Vermittlung von Medienkompetenz für Jugendliche steht, landet die Bundesrepublik nicht gerade auf den ersten Plätzen im internationalen Vergleich. Jungen und Mädchen bringen sich hierzulande nämlich überwiegend selbst bei, wie sie mithilfe des Internets kommunizieren können, Informationen finden, Computereinstellungen verändern oder Dokumente für Hausaufgaben erstellen. Nur bei Letzterem hilft ihnen der oder die Lehrer_in schon einmal. Ansonsten spielen Lehrkräfte, Familie und Freund_innen für die Jugendlichen beim Erlernen digitaler Kompetenzen keine große Rolle. Dieses autodidaktische Lernen führt dazu, dass Jugendliche in Deutschland verglichen mit anderen Ländern "nicht über ein mittleres Leistungsniveau hinauskommen und sich deutliche Hinweise auf Bildungsbenachteiligungen ergeben", stellt die Sonder­untersuchung zur International Computer and Information Literacy Study (ICILS 2013) fest, die von der Deutschen Telekom Stiftung in Auftrag gegeben wurde.

Der Umgang mit digitalen Medien wird außerhalb der Schule erlernt
Wenn Jugendliche sich aber den Umgang mit dem PC selbst beibringen und dies außerhalb der Schule geschieht, profitieren natürlich diejenigen, die den Computer häufig in ihrer Freizeit nutzen. Auch die Herkunft und das Umfeld der Jugendlichen haben großen Einfluss darauf, wie gut Jugendliche mit digitalen Medien umgehen können. So ist es kaum verwunderlich, dass Schüler_innen aus bildungsferneren und ärmeren Familien zur der Mehrheit derjenigen gehören, die sich außerhalb der Schule nie mit Computern befassen und nur ein niedriges Kompetenzniveau haben.

International ist Deutschland fast Schlusslicht
Die Studie zeigt auch: Jugendliche in Deutschland nutzen Computer und Internet überwiegend, um mit anderen zu kommunizieren (fast 80 Prozent mindestens einmal wöchentlich) oder zum Spielen (insbesondere Jungen mit mehr als 70 Prozent). Nur 38 Prozent nutzen die digitalen Medien für die Suche nach Informationen zum Lernen oder für Haus­aufgaben. Im Vergleich mit weltweit 20 weiteren Bildungssystemen erstellen und bearbeiten nur in der Republik Korea weniger Jugendliche Dokumente mit dem Computer als in Deutschland (15 Prozent). Auch was die Erstellung von Präsentationen betrifft, liegt Deutsch­land vor der Republik Korea und der Schweiz auf dem drittletzten Platz.

"Schulen sollten deutlich mehr für die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern tun“, fordert Professor Wolfgang Schuster, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung. „Angesichts der zunehmenden Digitalisierung ist es von großer gesellschaftlicher und bildungspolitischer Relevanz, das Lernen über Medien, vor allem aber das Lernen mit Medien in den Schulalltag zu integrieren. Dies würde nicht nur zu individuellerem Unterricht, sondern auch zu mehr Bildungsgerechtigkeit führen.“

Datengrundlage für die Zusatzauswertung bildet die Stichprobe der ICIL-Studie 2013. Hier wurden in Deutschland 2.225 Schülerinnen und Schüler der achten Klasse an bundesweit 142 Schulen befragt und ihre computer- und informationsbezogenen Kompetenzen computerbasiert getestet.

Die Ergebnisse der Studie und Informationen zur Untersuchungsmethode:

Stichworte

digitale Themen in der Schule  Computernutzung beim Lernen  Informatik-Unterricht

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 14. Juli 2015
 
 
 

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