Schwarze Wolken vor Apple-Läden

Greenpeace demonstrierte gegen "schmutzigen Stromverbrauch" der ICloud

Wozu braucht man noch einen eigenen Rechner mit großer Festplatte? Warum sollte man eigentlich überhaupt noch Daten vom Handy auf den Heimcomputer übertragen? Schließlich gibt es doch die Cloud, die unsere Bilder vom ersten Sonnentag, der abgefahrenen Party vom letzten Samstag oder den Schnappschuss vom Fahrradunfall unseres Liebsten im Internet lagert. Doch was uns meist nicht klar ist: cloud computing, das Speichern von Fotos, Videos und Texten auf Riesenservern im Netz verursacht einen rasant wachsenden Stromverbrauch. Und wenn der dafür benötigte Strom sich hauptsächlich aus Kohle- und Atomstrom zusammensetzt, verbrennt jedes in eine Cloud hochgeladene Foto sozusagen direkt Kohle und setzt damit CO2 frei. Und zwar nicht gerade wenig: "Wäre die weltweite Cloud ein Land, hätte dieses den fünfthöchsten Stromverbrauch", sagen AktivistInnen von Greenpeace.

Deren UmweltschützerInnen haben am 5. Mai 2012 weltweit vor Apple-Stores demonstriert und Wolken aus schwarzen Luftballons aufsteigen lassen. Die schwarze Ballonwolke sollte dabei die iCloud-Rechenzentren symbolisieren, die Apple nach Angaben von Greenpeace zu 83 Prozent mit Kohle- und Atomstrom versorgt. Ihre Forderung: die iCloud soll eine saubere Stromversorgung bekommen.

"Greenpeace zeigt den Apple-Kunden vor Ort, wie ihre Klicks den Klimawandel anheizen - denn Apple weigert sich, seine Rechenzentren konsequent mit sauberem Strom zu versorgen"“, sagt Greenpeace Energieexperte Gerald Neubauer.

Warum Apple?
Warum aber nehmen die Umweltschützer ausgerechnet Apple ins Visier? Schließlich bieten ja auch andere Firmen wie Google, Amazon oder Microsoft Clouddienste an. In einer kürzlich veröffentlichten Greenpeace-Studie schneidet Apple besonders schlecht ab. Nach Recherchen der Umweltorganisation setzt das Unternehmen für den Strombedarf seiner iCloud zu 55 Prozent auf Kohle und zu 28 Prozent auf Atomkraft. "Statt bei seiner Energieversorgung genauso innovativ zu sein wie bei seinen Produkten, betreibt Apple seine iCloud mit dreckigem und längst überholtem Kohle- und Atomstrom", kritisiert Gerald Neubauer.

Apple behauptet allerdings das Gegenteil, nämlich dass der Konzern sein neues Rechenzentrum in Oregon (USA) zu 100 Prozent mit grünem Strom betreibe. Das hält Greenpeace für unglaubwürdig und fordert von dem Computerhersteller mehr Transparenz über den Stromverbrauch und den CO2-Ausstoß seiner Rechenzentren. Nach Greenpeace-Informationen beziehe Apple Kohlestrom vom größten US-Versorger PacifiCorp und deklariere diesen mithilfe von Grünstrom-Zertifikaten als sauber. "Mit den Grünstrom-Zertifikaten führt der Konzern die Verbraucher in die Irre. Apple sollte direkt in Erneuerbare Energien investieren", sagt Neubauer.

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 10. Mai 2012
 
 
 

Anzeige

Frau mit Tablet, das Lehrer Online zeigt
 

Anzeige

Gruppe Azubis
  • Ausbildung 2019
    Neuer Arbeitsplatz, neue Leute, neue Abläufe, viele neue Regeln. Mit diesen Tipps zum Ausbildungsstart kann nichts schief gehen.. Anzeige
 

Anzeige

MS Wissenschaft
 

Anzeige

 

Musik-Kritiken

 
Ausgepackt
 

Rezensionen schreiben

 

LizzyNet-App

 

Rezensionen

weiße Bücher mit der Aufschrift Rezenionsen
  • Rezensionen
    Buch-, Musik und Filmtipps von und für Mädchen!
 

Informier dich!

 

Kontakt

 

Vernetz dich mit uns