Malerin / Lackiererin

Sabrina steht nach ihrer Ausbildung zur Malerin mit beiden Beinen im Berufsalltag. Im Interview verrät sie Details aus ihrem Jobleben, unter anderem auch ihr peinlichstes Erlebnis!

Sabrina hebt den Pinsel hoch

Ein Berufsalltag hat immer mehrere Seiten – tolle Erfolgserlebnisse, schlimme Enttäuschungen und auch mal das eine oder andere Problem mit Kollegen und Chefs. Wie es Sabrina in ihrer Ausbildung ging und was sie inzwischen von ihrem Beruf hält.

Sabrina, warum hast du dich denn damals für die Ausbildung zur Malerin und Lackiererin entschieden?

„Ehrlich gesagt, war das keine Frage: Ich wollte es schon immer machen und ich hab’s gemacht. Ich hab mein Zimmer gestrichen und hab gedacht: Das mag ich!“

Wenn du dich heute für eine Lehre entscheiden müsstest, würdest du dich wieder genauso entscheiden?

„Ja auf jeden Fall. Der Beruf ist definitiv mein Ding. Da kann ich mich ausleben, die Aufgaben erfüllen mich. Ich würde den Beruf jedem empfehlen, weil es so tolle Erfolgserlebnisse gibt. Jeden Tag siehst du ein Ergebnis deiner Arbeit, den Unterschied zwischen vorher und nachher. Dann sind da die verschiedenen Tätigkeiten, feine, gestaltungstechnische Dinge einerseits und grobe Arbeiten auf dem Bau andererseits. Es ist einfach vielseitig. Toll ist es auch, die Männerwelt zu überraschen, zu zeigen, was man kann. Genauso wie man die Kundschaft überraschen und von sich überzeugen kann, die anfangs vielleicht misstrauisch ist. Ja und auch weil man sich zusammenreißen muss, sich manchmal in den Arsch treten muss und sich beweisen muss.“

Du sprichst die Männerwelt an. Hast du da manchmal kämpfen müssen?

„Immer wieder. Also es kommt auch auf die Gegend an. In Germering war es zum Beispiel nicht so schlimm. Hier in Starnberg, ist es auf jeden Fall schwieriger. Von vornherein war jede Kundschaft misstrauisch, die Kollegen wollten einen nicht ganz ernst nehmen oder waren eingeschnappt, wenn man mal ein Machtwort gesprochen hat. Aber dass ich jetzt sehe, dass alles ganz gut funktioniert, dass alle gut mit mir auskommen und teilweise Kundschaften den Ausführungstermin ihrer Baustelle verschieben, nur damit sie mich haben, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, ist schon toll.“

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Autorin / Autor: Anne Röpke - Stand: 07.11.2006