Von der Ausbildung in den Job

Schulabschluss und Ausbildungsbereich sind wichtigste Einflussfaktoren

Nur eine Ausbildung oder ein Studium hinter sich gebracht zu haben ist noch lange keine Garantie für einen Vollzeitjob. Oftmals steht dazwischen ein lange Jobsuche. Ein reibungsloser Übergang von der beruflichen Ausbildung in die Erwerbstätigkeit ist aber eine entscheidende Voraussetzung für erfolgreiche Berufsverläufe. Eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt, dass besonders der erreichte Schulabschluss, aber auch der Ausbildungsbereich die Chance auf vollwertige Beschäftigung erhöht. So sinkt mit höherwertigem Schulabschluss insbesondere der Anteil der Erwerbslosen (18,5 % bei Hauptschulabschluss, 12,3 % bei mittlerer Reife und 7,5 % bei Abitur).

Gute Berufschancen haben Elektroberufe, Mechaniker/-innen, Bank-, Versicherungsfachleute und Gesundheitsberufe

Allerdings variieren die Übergänge auch je nach Ausbildungsbereich: In den Berufsfeldern "Elektroberufe", "Industrie-, Werkzeugmechaniker/-innen", "Bank-, Versicherungsfachleute" und "Gesundheitsberufe ohne Approbation" ist die Chance auf vollwertige Beschäftigung nahezu unabhängig vom erreichten Schulabschluss. Der Anteil vollwertig Beschäftigter ist hier bei allen Schulabgängern überdurchschnittlich hoch.

60,8 % finden einen Vollzeitjob kurz nach der Ausbildung

Insgesamt liegt der Anteil vollwertiger Beschäftigung in den ersten sechs Jahren nach erfolgreichem Abschluss einer dualen Berufsausbildung bei durchschnittlich 60,8 %. 26,2 % befinden sich in einem prekären Beschäftigungsverhältnis, knapp 13 % sind erwerbslos. Als prekär gilt dabei ein Arbeitsverhältnis, wenn die Beschäftigung nicht dauerhaft die Existenz sichert, es sich also um einen befristeten Vertrag handelt oder das Einkommen unter zwei Dritteln des Durchschnittseinkommens des Absolventenjahrgangs liegt. Der jeweilige Anteil an der vollwertigen Beschäftigung steigt dabei deutlich mit der Höhe des Schulabschlusses (Hauptschulabschluss: 55,1 %, mittlere Reife: 60,9 %, Abitur: 68,2 %).

Je höher der allgemeine Schulabschluss, desto höher die Jobaussichten

Anders als in den oben genannten Ausbildungsbereichen liegt dagegen in den Berufsfeldern "Bauberufe", "Holz-, Kunststoffbe- und -verarbeitung", "Land-, Tier-, Forstwirtschaft, Gartenbau" und "Berufe in der Körperpflege" sowie mit Einschränkungen auch bei "Köchen und Köchinnen" der Anteil der Erwerbslosen immer höher und der Anteil der vollwertig Beschäftigten immer niedriger als der jeweilige Gesamtanteil.

In allen anderen Ausbildungsbereichen ist der erreichte Schulabschluss im Wesentlichen für den beruflichen Status entscheidend, und fast überall gilt: Je höher der allgemeine Schulabschluss, desto höher der Anteil an vollwertiger Beschäftigung und desto geringer der Anteil an den Erwerbslosen unter den dual Ausgebildeten.

Das BIBB stützt seine Analyse auf Mikrozensusdaten des Statistischen Bundesamtes aus den Jahren 2005 bis 2007. Betrachtet werden Erwerbspersonen, die als höchsten beruflichen Abschluss eine duale Ausbildung aufweisen.

Weitere Informationen unter

Mehr dazu auf LizzyNet

Autorin / Autor: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
 
 

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